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HALLO NIEMAND | bpb.de

HALLO NIEMAND Über die Versehrtheit von Körper, Geist und Wahrheit

(© Bundesfoto/bpb)
Datum der Veranstaltung Freitag, 20. März 2026
Uhrzeit der Veranstaltung 20:00 – 22:00 Uhr
Ort der Veranstaltung Leipzig
Download-Link: Termin herunterladen

Über die Veranstaltung

Das Abendprogramm „HALLO NIEMAND. Über die Versehrtheit von Körper, Geist und Wahrheit“ mit Autor:innen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa.

In Homers „Odyssee“ nennt Odysseus sich „Niemand“, um dem Zyklopen Polyphem zu entkommen. Dieser Trick steht für List, Täuschung und die Fähigkeit, die eigene Identität zu verschleiern. Heute steht „Niemand“ vor allem für Unsichtbarkeit, Entwertung und Verleugnung.

Wie wird Identität in einer Gesellschaft geformt, die zunehmend auf klare Kategorien besteht? Wie beeinflussen körperliche und seelische Versehrtheit unser Verständnis von Wahrheit? Und was trennt uns von Odysseus, der mit dem Trick des „Niemand“ sein Leben rettete?

Über Genregrenzen hinweg gehen unsere Gäste diesen Fragen auf den Grund und sprechen über die Entfremdung in der modernen Welt und die Suche nach menschlicher Verbindung. Mit Yevgeniy Breyger (CH/UA), Maša Dabić (AT), Miljenko Jergović (HR), Tanja Šljivar (BA) und Kinga Tóth (HU) u.a. Der Abend wird moderiert von Yara Hoffmann.

Über die Gäste

Yevgeniy Breyger, geboren 1989 in Charkiw, studierte an den Literaturinstituten Hildesheim und Leipzig sowie an der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt am Main. Er ist als Übersetzer, Herausgeber, Kurator und Lektor tätig. Für seinen zuletzt erschienenen Gedichtband, Frieden ohne Krieg (2023, kookbooks), wurde er u. a. mit dem Christine Lavant Preis, dem Klopstock-Preis für neue Literatur und dem Literaturpreis der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet. Breyger lehrt am Institut für Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien, wo er auch lebt.

Maša Dabić wurde 1981 in Sarajevo geboren und kam 1992 mit ihrer Familie nach Österreich. Ab 2010 war sie Journalistin bei daStandard.at. Sie arbeitet als Dolmetscherin im Asyl- und Konferenzbereich und lehrt an den Universitäten Innsbruck und Wien. Mascha Dabić übersetzte Texte von Barbi Marković, Vladan Matijević, Svetislav Basara, Jelena Mijović, Jelena Lengold, Marija Knežević und anderen. In ihrem Debütroman Reibungsverluste erzählt sie einen Tag aus dem Leben einer Dolmetscherin, die in einem Verein für Psychotherapie für Flüchtlinge arbeitet. Mit diesem Buch wurde sie von Daniela Strigl für den Franz-Tumler-Literaturpreis nominiert. Weiters war Dabić mit Reibungsverluste auf der Shortlist Debüt vom Österreichischen Buchpreis vertreten.

Miljenko Jergovic, geboren 1966 in Sarajevo, studierte Philosophie und Soziologie an der dortigen Universität. Er ist Mitbegründer der "Group 99". Jergovic berichtete unter anderem für die Zagreber Wochenzeitung "Nedeljna Dalmacija" aus dem belagerten Sarajevo und war dort auch Redakteur beim Fernsehen. Seit 1993 lebt er als freier Schriftsteller in Zagreb und ist als politischer Kolumnist für verschiedene kroatische und internationale Zeitungen tätig. 2026 erhält er den Europäischen Verständigungspreis der Leipziger Buchmesse.

Tanja Šljivar, Dramatikerin, wurde 1988 in Banjaluka, SFR Jugoslawien, geboren. Sie studierte Dramaturgie in Belgrad und Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Ihre Theaterstücke wurden in zehn Sprachen übersetzt und an professionellen Theatern in Bosnien, Kroatien, Serbien, Spanien, Deutschland, Österreich, Albanien und Polen szenisch gelesen und aufgeführt. Neben Texten für die Bühne schreibt sie Kurzgeschichten, Hörspiele und Drehbücher für Kurzfilme. 2019 - 2020 war sie Schauspieldirektorin am Nationaltheater Belgrad.

Kinga Tóth (geb. 1983 in Sárvár) ist eine ungarische Lyrikerin und Performancekünstlerin. Sie schreibt auf Deutsch, Ungarisch und Englisch. Sie arbeitet auch journalistisch und als Lektorin. In ihrem künstlerischen Schaffen arbeitet sie häufig spartenübergriefend. So trägt sie ihre lyrischen Texte häufig mit Soundunterstützung vor, hat einige ihrer Gedichtbände selbst illustriert und ist Songschreiberin und Frontfrau des Tóth Kína Hegyfalu-Projekts. Auch für die Musikprojekte 33 astral bodies und Tuning Ballerina war sie als Sängerin und Texterin tätig. Im Frühjahr 2025 trat sie auf dem Extreme-Metal-Album Metallschädel des Rappers Schwartz als Sängerin in Erscheinung.

Yara Hoffmann ist eine deutsche Journalistin. Sie arbeitet als TV Moderatorin für das MDR Kulturmagazin „artour“. Zuvor war sie bereits für Medienanstalten wie SWR3, 1LIVE, Südkurier, ZDF und MDR tätig. Für das ZDF war sie von 2014 an in Redaktionen der „heute“-Nachrichten beschäftigt. Von 2018 bis 2020 war sie Reporterin im ZDF-Landesstudio Sachsen-Anhalt. Von 2020 bis 2021 war sie Formatentwicklerin Bewegtbild und Moderatorin der entsprechenden Formate für MDR Sachsen-Anhalt. Seit 2022 ist sie das Gesicht von MDR „artour“ – dem und meistgesehenen Kulturmagazin der Dritten Programme des MDR.

Hinweise zur Veranstaltung

Veranstaltungsadresse:
LOFFT. Das Theater
Spinnereistr. 7, Halle 7
04179 Leipzig
Externer Link: www.lofft.de

Veranstalter:
Bundeszentrale für politische Bildung

Zielgruppe:
Interessierte Bürgerinnen und Bürger; Multiplikator/-innen

Anmeldung:
Teilnahmegebühr: Kostenfrei
Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten bitte wir um Anmeldung.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch ohne Verdolmetschung statt.

Interner Link: Jetzt anmelden

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