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Webtalk: Kein Schlussstrich, sondern „Doing Memory“! – Lokales Gedenken 15 Jahre nach dem NSU
Über die Veranstaltung
Fünfzehn Jahre ist die Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in diesem Jahr her. Fünfzehn Jahre, in denen der öffentliche und mediale Fokus allzu oft auf den Täterinnen und Tätern und ihrem Umfeld lag und in denen die Betroffenen der Anschläge und die Angehörigen der zehn getöteten Opfer um Anerkennung, Sichtbarkeit, Aufklärung und Gedenken kämpfen mussten.
Unterstützt wurden und werden sie in ihren Bemühungen auch von Ehrenamtlichen und Engagierten aus der Zivilgesellschaft, die Projekte zur kritischen Auseinandersetzung mit den Taten des rechtsterroristischen NSU auf die Beine stell(t)en und dabei helfen, die Erinnerung an den Tat-Orten, die für viele der Hinterbliebenen und Überlebenden noch immer Lebensmittelpunkte sind, zu organisieren und lebendig zu gestalten. Eines dieser Projekte, "
„Doing Memory – Keupstraße“ des Vereins Interkultur aus Köln, stellt Prof. Dr. Kemal Bozay in diesem Webtalk vor. Er berichtet von den Bemühungen, solidarisches Gedenken vor Ort zu organisieren und wie sich die lokale Community, aber auch die Betroffenen einbinden lassen, denn: Einen Schlussstrich kann und darf es nicht geben.
Noch weit vor Überlegungen zur konkreten Einbindung der lokalen Community steht aber die Frage, wie Gedenken und Erinnern im öffentlichen Raum ganz grundsätzlich aussehen kann, an wen erinnert wird – und an wen nicht. Das Forschungsprojekt „Doing Memory“ hat diese Themen aufgegriffen und sich mit den Auswirkungen von Erinnern und Vergessen auf unsere Gesellschaft auseinandergesetzt. Dabei geht es nicht zuletzt auch um die Frage, inwiefern Erinnern mit Machtdiskursen verbunden ist: Wer entscheidet, wie und an wen wir erinnern? Welche Geschichten werden erzählt – und welche nicht? Darüber wollen wir in diesem Webtalk ebenfalls sprechen, und zwar mit Prof. Dr. Tanja Thomas vom Forschungsprojekt „Doing Memory“.
Mit Prof. Dr. Tanja Thomas (Eberhard Karls Universität Tübingen / Forschungsprojekt „Doing Memory“) und Prof. Dr. Kemal Bozay (IU Internationale Hochschule Köln / Modellprojekt „Doing Memory – Keupstraße“)
Moderiert von Aisha Camara (freiberufliche Moderatorin und politische Bildnerin)
Der Webtalk findet im Rahmen der Webtalk-Reihe „Getroffene Orte – Lokale Strategien im Umgang mit islamistischer und rassistischer Gewalt“ statt. Weitere Informationen zu dieser Reihe finden Sie
Bitte melden Sie sich jeweils einzeln zu den Terminen an.
Alle Veranstaltungen finden jeweils dienstags von 16:00 - 17:30 Uhr per Zoom statt. Alle registrierten Teilnehmenden erhalten per Mail am jeweiligen Vorabend die Einwahldaten zur Online-Teilnahme.
Hinweise zur Veranstaltung
Veranstaltungsadresse:
Online (Zoom)
Veranstalter:
Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung, Externer Link: ufuq.de und dem Externer Link: Forschungsverbund RADIS
Pressekontakt:
Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die
Anmeldung:
Teilnahmegebühr: keine