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Queerfeindlichkeit: Rechtsextreme Mobilisierung zwischen Online-Hetze und Straßenpräsenz | bpb.de

Queerfeindlichkeit: Rechtsextreme Mobilisierung zwischen Online-Hetze und Straßenpräsenz Online-Fachtage Rechtsextremismus zu Organisationsstrukturen, Ideologien und Zielen einer heterogenen Szene

(© picture-alliance, Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa | Hendrik Schmidt)
Datum der Veranstaltung Freitag, 17. April 2026
Uhrzeit der Veranstaltung 10:00 – 14:00 Uhr
Ort der Veranstaltung Online
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Über die Veranstaltung

In den Sommermonaten 2024 und 2025 verging kaum ein Wochenende ohne Berichte über rechtsextreme Störaktionen gegen CSD-Veranstaltungen. Aufgelöste Pride-Märsche in sächsischen Kleinstädten, Einschüchterungsversuche in Baden-Württemberg, Angriffe auf Teilnehmende in Brandenburg oder organisierte Gegendemonstrationen in Hessen: Was zunächst wie lokale Einzelfälle wirkt, erweist sich bei näherer Betrachtung als Teil eines bundesweiten Musters.

In Zeiten gesellschaftlicher Verunsicherung gewinnen einfache Erklärungen, klare Feindbilder und autoritäre Ordnungsvorstellungen an Attraktivität. Rechtsextreme Akteurinnen und Akteure knüpfen gezielt an diese Bedürfnisse an und haben ihre Mobilisierung in den vergangenen Jahren deutlich intensiviert. Sie nutzen CSD-Veranstaltungen dabei zunehmend als strategische Bühne: sichtbar, provokativ und gewaltbereit.

Dabei fällt nicht nur die Präsenz junger Akteurinnen und Akteure auf – ein Phänomen, das bereits der Fachtag „Back to the 90s?“ (27. Juni 2025) beleuchtete – sondern auch das Zusammenspiel unterschiedlicher Generationen, Organisationsformen und Milieus. Digitale Radikalisierung, ideologische Kontinuitäten, popkulturelle Codes und realweltliche Gewalt greifen ineinander. In diesem Zusammenhang fungiert Queerfeindlichkeit als zentrales Bindeglied: Sie dient als verbindendes Feindbild, als Mobilisierungsthema und als niedrigschwelliger Einstieg in rechtsextreme Einstellungen – nicht nur in offen extremistischen Szenen, sondern weit hinein in gesellschaftliche Diskurse.

Queerfeindliche Narrative wirken nicht nur ausgrenzend, sondern bereiten den Boden für Hasskriminalität. Abwertende Sprache, die Infragestellung queerer Existenz und die Delegitimierung von Gleichberechtigung tragen zur Normalisierung von Gewalt bei. Beleidigungen, Bedrohungen und körperliche Angriffe stehen oft am Ende eines Prozesses, in dem menschenfeindliche Weltbilder über längere Zeit verfestigt und legitimiert wurden. Queerfeindlichkeit stellt somit eine ganz konkrete, alltägliche Bedrohung für queere Menschen und deren Schutzräume dar.

Vor diesem Hintergrund lädt der Online-Fachtag dazu ein, die Zusammenhänge von Rechtsextremismus, Queerfeindlichkeit und Hasskriminalität differenziert zu beleuchten. Wie haben sich queerfeindliche Ideologie und Mobilisierung im rechtsextremen Spektrum in den letzten Jahren verändert? Wie werden queerfeindlich motivierte Straftaten erfasst und welche Lücken bestehen in der Dunkelziffer? Wie erleben Einsatzkräfte und Behörden die veränderte Sicherheitslage rund um queere Veranstaltungen? Und was können politische Bildung und Prävention diesen Dynamiken entgegensetzen?

Hinweise zur Veranstaltung

Veranstaltungsadresse:
Online über Zoom, den Link und Informationen zur Nutzung erhalten angemeldete Teilnehmende kurz vor der Veranstaltung

Veranstalter:
Bundeszentrale für politische Bildung

Zielgruppe:
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Sicherheitsbehörden, kommunalen Verwaltungen, der Justiz sowie interessiertes Fachpublikum

Anmeldung:
Teilnahmegebühr: keine

Nach Absenden Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Eingangsbestätigung. Ihre Anmeldung wird erst wirksam, wenn Sie vom Veranstalter eine Teilnahmezusage erhalten haben.

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