Digitale Plattformen vernetzen uns, bieten Zugang und Teilhabe. Doch Tech-Konzerne verfügen über erhebliche Gestaltungsmacht hinsichtlich Sichtbarkeit, Reichweite und Diskursdynamiken – und prägen damit demokratische Öffentlichkeit. Zugleich sind digitale Räume von gesellschaftlichen Machtverhältnissen durchzogen: Diskriminierungsformen, wie u.a. Rassismus, Klassismus und Adultismus wirken in ihnen fort und strukturieren Teilhabechancen, Repräsentation und Deutungshoheit. Die 3. Fachtagung Politische Medienbildung widmet sich der Frage, wie Machtverhältnisse in digitalen Welten sichtbar gemacht, kritisch reflektiert und pädagogisch bearbeitet werden können.
Dafür suchen wir 8 Workshops à 2:30 Stunden, die das Tagungsthema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und weiterentwickeln. Die Workshops finden am Montag, 21.09.2026 von 15:30 Uhr bis 18:00 Uhr in Präsenz statt. Mögliche Inhalte und Methoden: Die Workshops können sich unter anderem mit folgenden Fragestellungen auseinandersetzen:
Plattformmacht und demokratische Öffentlichkeit: Wie beeinflussen Big-Tech-Unternehmen über ihre Geschäftsmodelle, Algorithmen oder auch Beziehungen zur Politik Sichtbarkeit, Aufmerksamkeit und Diskurse? Welche Rolle spielt K.I.? Welche Narrative werden ausgespielt und welche Auswirkungen hat das auf unser demokratisches Zusammenleben? Welche Macht und Verantwortung hat dabei journalistische Arbeit?
Soziale Ungleichheit und intersektionale Perspektiven im Digitalen: Inwiefern reproduzieren oder verstärken digitale Öffentlichkeiten soziale Ungleichheit, Dominanzverhältnisse sowie weitere Formen struktureller Marginalisierung?
Pädagogische Verantwortung und Selbstreflexion: Welche Verantwortung trägt Politische Medienbildung selbst innerhalb digitaler Machtverhältnisse? Wie können diskriminierungskritische, machtsensible und selbstreflexive Ansätze gestaltet werden?
Weitere thematische Zugänge sind ausdrücklich willkommen, sofern sie zur Auseinandersetzung mit Macht in der Digitalität beitragen. Die Veranstaltenden bemühen sich, verschiedene Themen, Methoden und Perspektiven im Programm abzubilden. Die Auswahl der Workshops basiert auf folgenden Kriterien. Es müssen nicht alle Kriterien erfüllt werden.
interaktive und partizipative Formate
theoretische oder praxisorientierte Zugänge
innovative inhaltliche Perspektive zum Tagungsthema
innovative Methodik
intersektionale Perspektive
Formales und Rechtliches Bitte senden Sie Ihren Vorschlag bis zum 04.05.2026, 12 Uhr, per E-Mail an folgende Adressen: Rüdiger Fries: E-Mail Link: r.fries@lpb.saarland.de, Eda Sayan: E-Mail Link: eda.sayan@bpb.de Bitte verwenden Sie dazu ausschließlich das beigefügte Interner Link: Anmeldeformular (PDF). Es besteht kein Rechtsanspruch, dass der vorgeschlagene Workshop ins Programm aufgenommen wird. Die Rückmeldung zum Auswahlverfahren erfolgt bis zum 02.06.2026. Referierende erhalten ein Honorar in Höhe von 500,00 Euro (Netto).
Sollten Sie an einer Teilnahme an der Veranstaltung auch im Falle einer Nicht-Berücksichtigung Ihres Beitrags interessiert sein, ist eine separate Anmeldung über das Anmeldeformular auf der Externer Link: allgemeinen Veranstaltungsseite erforderlich.
Hinweis: Sollten Sie eine weiterführende Fragestellung zum Tagungsthema einbringen wollen oder auch Themen, die Sie darüber hinaus in der Politischen Medienbildung beschäftigen, möchten wir Sie auf unser Barcamp am zweiten Tagungstag hinweisen. Hier haben Sie die Möglichkeit vor Ort Themen für Sessions vorzuschlagen und dazu mit den anderen Teilnehmer*innen in den Austausch zu kommen.
Wir wünschen viel Erfolg!