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„Der Schaffner wollte die Kerzen nicht anzünden“ Ukrainische Erzähler*innen der Jahrhundertwende Ukrainische Bibliothek. Klassiker:innen im Kontext der europäischen Gegenwart
Die Autorinnen Tanja Maljartschuk und Katja Petrowskaja sowie die Übersetzerin Irina Bondas stellen ukrainische Erzählerinnen und Erzähler von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die 1920er Jahre vor, die in ihren Texten individuelle Erfahrungen und aufbrechende Rollen vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen und politischen Wandels jener Jahre thematisieren.
Über die Veranstaltung
Die ukrainische Literatur: randständig, übersehen, ungelesen. Ihre aktuellen Autor*innen: Rebell*innen, Exot*innen, Anwält*innen einer kriegsversehrten Wirklichkeit. Woher kommen sie? Welche Texte haben sie als Jugendliche gelesen? Wie war die Ukraine früher, und wie wurde über sie geschrieben?
Die Veranstaltungsreihe „Ukrainische Bibliothek. Klassikerinnen im Kontext der europäischen Gegenwart“ lädt ein, die multiethnischen Lebenswelten in Galizien, auf der Krym und in der Bukowina zu erkunden, historische Ereignisse und Mythen dieser Gegenden kennenzulernen und das mehrsprachige Schreiben zu entdecken. Die Bücher der Bibliothek eröffnen dem Publikum unter anderem Zugang zu Taras Schewtschenkos Alltag in einer russischen Provinzgarnison am Kaspischen Meer, zu Lesja Ukrajinkas Betrachtungen über die Lebensentwürfe von Frauen in Stadt und Land an der Jahrhundertwende und zu Mychail Semenkos futuristischer Rebellion in den frühen Sowjetjahren.
Die ukrainische Klassikerbibliothek umfasst Werke von Taras Schewtschenko, Lesja Ukrajinka, Mychail Semenko, Iwan Franko, Olha Kobyljanska und Mychajlo Kozjubynskyj sowie einen Band mit ukrainischen Erzählungen aus 100 Jahren und einen Band mit Werken des krimtatarischen Autors Ismail Gasprinskij. Jeder Band wird von einem*r prominenten ukrainischen Gegenwartsautor*in zusammengestellt und herausgegeben. Mit dabei sind unter anderem Juri Andruchowytsch, Serhij Zhadan, Katja Petrowskaja und Andrej Kurkow.
In Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung stellt das Netzwerk der Literaturhäuser stellt zwischen Herbst 2025 und Frühjahr 2027 in seinen Häusern und darüber hinaus die ukrainischen Klassiker*innen mit jährlich bis zu zehn Veranstaltungen vor. Weitere Veranstaltungen finden in diesem Sommer in
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Hinweise zur Veranstaltung
Veranstaltungsadresse:
Literaturhaus Frankfurt
Schöne Aussicht 2
60311 Frankfurt
Veranstalter:
Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem Externer Link: Netzwerk der Literaturhäuser
Zielgruppe:
Politisch und literarisch interessierte Bürgerinnen und Bürger, Multiplikator*innen der politischen Bildung, Jugendliche, Berufstätige, insbesondere in nichtakademischen Feldern, ukrainische Migrant*innen
Hinweise zur Teilnahme:
Teilnahmegebühr: Eintritt frei
Anmeldung nicht erforderlich