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Faraz Shariats neuer Spielfilm erzählt von der jungen Staatsanwältin Seyo Kim, die in einer ostdeutschen Kleinstadt nur knapp einen rassistischen Brandanschlag überlebt. Als ihre eigene Behörde ihr die Ermittlungen untersagt, beginnt sie auf eigene Faust nachzuforschen. Der auf der Berlinale 2026 uraufgeführte und dort unter anderem mit dem Panorama Publikumspreis ausgezeichnete Film verbindet Justizthriller und Gesellschaftsdrama und fragt, wie Institutionen mit rechter Gewalt umgehen und was das für die Betroffenen bedeutet. Im Podiumsgespräch ordnen die Drehbuchautorin Claudia Schaefer und die Politikwissenschaftlerin Dr. Gudrun Heinrich das Gesehene gemeinsam ein. Moderiert wird der Austausch von dem Journalisten und Filmemacher Patrick Hinz. Dabei sprechen die Gäste zunächst darüber, wie aus realen Fällen und jahrelanger Recherche eine fiktionale Geschichte wird. Anschließend weitet sich der Blick auf das Hier und Jetzt. Wie zeigt sich rechte Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern, wie gehen Staat und Gesellschaft damit um und was brauchen Betroffene, Zivilgesellschaft und Kommunen, um ihr wirksam zu begegnen? Claudia Schaefer ist Drehbuchautorin. Das Drehbuch zu „Staatsschutz“ schrieb sie gemeinsam mit Sun-Ju Choi und Jee-Un Kim. Es ist von realen Fällen wie den Anschlägen in Hanau und Halle inspiriert und entstand nach mehrjähriger Recherche, unter anderem mit einer Hospitation bei einer Staatsanwaltschaft. Bereits mit „Naomis Reise“ setzte sie sich mit strukturellem Rassismus in der Justiz auseinander. Dr. Gudrun Heinrich leitet die Arbeitsstelle Politische Bildung an der Universität Rostock. Ihre Schwerpunkte sind politische Bildung, Demokratiepädagogik und die Prävention von Rechtsextremismus. Seit über 20 Jahren forscht und publiziert sie zu Rechtsextremismus in Mecklenburg-Vorpommern und zum Umgang von Politik und Zivilgesellschaft damit. |