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10.11.2003 | Von:
Ute Klammer
Reiner Hoffmann

Unvermindert wichtig: Gewerkschaften vor alten und neuen Aufgaben

Ausblick

Gewerkschaften werden nach wie vor gebraucht, und zwar mehr denn je: zur Vertretung und Unterstützung der abhängig Beschäftigten auf einem Arbeitsmarkt, der national und international durch steigende Macht-Asymmetrie gekennzeichnet ist, als Partner von Politik und Unternehmen bei der Regulierung der Arbeitsbeziehungen und im politisch-sozialen Konfliktmanagement, aber auch als gesellschaftliche Kraft, von der übergreifende Ideen zur Weiterentwicklung sozialer Sicherung und zur Ausgestaltung der Arbeits- und Lebenswelt eingebracht werden. Um zukunftsfähig zu sein, müssen sie allerdings zu einem umfassenderen Verständnis von Arbeit und Leben sowie von Solidarität zwischen unterschiedlichen Gruppen gelangen, sich mit zivilgesellschaftlichen Akteuren und sozialen Bewegungen verbünden, ohne dabei eine gewisse Serviceorientierung gegenüber ihren Mitgliedern zu vernachlässigen, und sich neuen Regelungsebenen (lokal, regional, national und vor allem auch europäisch und international) öffnen.