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6.10.2003 | Von:
Gerd Pasch

Digitalisierung der Medien

Rundfunk und Internet

Wie beim Hörfunk hat der Rezipient durch die Digitalisierung auch beim Fernsehen einige Vorteile. Er kann zum Beispiel selbst ins Geschehen auf dem Bildschirm eingreifen. Interaktives Fernsehen nennt sich dieser Service. Ähnlich wie beim Internet stehen dem Zuschauer einer TV-Show oder eines Dokumentarfilms Zusatzangebote zur Verfügung. Dazu erscheinen Schaltflächen auf dem Schirm. Mit der Fernbedienung kann der Zuschauer seine Wahl treffen und die gestellte Frage eher beantworten als der Quizkandidat. Oder umfangreiche historische Dokumente lassen sich aufrufen, während der Film läuft, jüngst geschehen etwa beim TV-Mehrteiler "Napoleon". Bisher getrennte Wege für Rundfunk und Internet wachsen zusammen bei der Darstellung neuer Inhalte (vgl. Abbildung 2: PDF-Version).

Und wo wir schon beim Stichwort Internet sind: In den vergangenen Jahren verging keine Mediendebatte ohne das Stichwort Konvergenz. Gemeint ist das Zusammengehen von Internet und Fernsehen. In der Tat können Inhalte sowohl im einen wie auch im anderen Medium abgespielt werden. Auch der viel beanspruchte Rezipient ist irgendwann der vielen, immer neuen, zusätzlichen Geräten um sich herum überdrüssig.

Die Lösung könnte im Internet-Protokoll (IP) liegen. Dieser Standard regelt den Datentransport in Netzwerken, egal ob es sich um Webseiten handelt, um Videostreams oder Daten über die Abwasser-Qualität in einer Kläranlage. IP-fähige und mit einem Netzwerkanschluss versehene Geräte können als Radio in der Küche stehen oder im Auto eingebaut sein. Heute schleppen schon Millionen ein solches Gerät als PDA durch die Gegend. So auch ich mit meinem Laptop - auf dem ich immer noch das Münchener "Radio Deluxe" höre.