APUZ Dossier Bild

6.5.2003 | Von:
Ulrike Schildmann

Geschlecht und Behinderung

"Geschlecht: behindert, besonderes Merkmal: Frau" titelte 1985, in einer Zeit, als sich auch das wissenschaftliche Fachgebiet "Frauenforschung in der Behindertenpädagogik" gerade formierte, ein Sammelwerk, herausgegeben von einer Gruppe behinderter Frauen.

Einleitung

"Geschlecht: behindert, besonderes Merkmal: Frau"[1] titelte 1985, in einer Zeit, als sich auch das wissenschaftliche Fachgebiet "Frauenforschung in der Behindertenpädagogik" gerade formierte,[2] ein Sammelwerk, herausgegeben von einer Gruppe behinderter Frauen. Seit dieser Zeit ist viel geschehen: Das Fachgebiet, durchgängig von nicht behinderten (v.a. Behindertenpädagoginnen) und behinderten Frauen (v.a. Sozialwissenschaftlerinnen) beeinflusst, konnte sich so etablieren, dass heute zum einen wissenschaftliche Kontinuität, zum anderen inhaltliche Flexibilität zu konstatieren sind. Auf dieser Basis ist es möglich, sowohl an theoretischer Grundlagenforschung als auch an empirischer Sozialforschung teilzunehmen. In den drei folgenden Kapiteln werden Einblicke gegeben in den analytisch-strukturellen und den historisch-statistischen Zusammenhang von Geschlecht und Behinderung sowie in einzelne für die Frauenforschung in der Behindertenpädagogik relevante Forschungsgebiete.


Fußnoten

1.
Carola Ewinkel/Gisela Hermes u.a. (Hrsg.), Geschlecht: behindert, besonderes Merkmal: Frau, München 1985.
2.
Vgl. Ulrike Schildmann/Bettina Bretländer (Hrsg.), Frauenforschung in der Behindertenpädagogik. Systematik - Vergleich-Geschichte-Bibliographie, Münster 2000.