APUZ Dossier Bild

19.3.2007 | Von:
Bodo Gemper

Ludwig Erhard revisited

Wirtschaftspolitik als Ordnungspolitik

Als "die Nachfahren Ludwig Erhards gefragt"[29] zu sein, wie "die Soziale Marktwirtschaft (...) wieder auf ihre Basis zurückgeführt werden"[30] kann, liegt es nahe, in rückbesinnender Würdigung, aus seinem "Denkmodell' des vollkommenen Wettbewerbs" "das Gefüge der wirtschaftlichen und sozialen Ordnung" entsprechend seinem "gesellschaftspolitischen Leitbild" der "Wirtschaftsgesellschaft im Ganzen" aufzufrischen und seine "ganzheitliche Wirtschaftspolitik" in Erinnerung zu rufen: zu lernen von Erhards "Wirtschaftspolitik aus einem Guß" "zur Festigung unserer Wirtschafts- und Sozialordnung und zugleich zur Stärkung der (...) Arbeits- und Marktgemeinschaft überhaupt", die "- unabhängig von wirtschaftlichen Systemen - die soziale Ausrichtung der Wirtschaftspolitik nicht nur zu einem Erfordernis, sondern auch zu einem Gebot macht."

Fußnoten

29.
Isabel Mühlfenzl, Laudationes (zum Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik 2006), in: Orientierungen zur Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik, (2006) 110, S. II.
30.
Ebd., S. II.