30 Jahre Deutsche Einheit Mehr erfahren
Kopf eines Strauß mit geöffnetem Schnabel

Freie Rede

Sich frei äußern und die eigene Meinung öffentlich verbreiten zu können, ist für freiheitliche demokratische Gesellschaften unerlässlich: Der ungehinderte Austausch konkurrierender Argumente und Sichtweisen ermöglicht politischen Wettbewerb und ist eine wesentliche Voraussetzung für die demokratische Willensbildung. Entsprechend weitreichend ist der Schutz, den die Meinungsäußerungsfreiheit nach Artikel 5 Grundgesetz genießt.

Angesichts der on- wie offline zu beobachtenden sprachlichen Enthemmung und vermehrten Hassrede werden die Grenzen der freien Rede gerade vielfach ausgetestet und von Gerichten zum Teil neu definiert. Zugleich wird "politisch korrekter" Sprachgebrauch von einem nennenswerten Bevölkerungsanteil offenbar als Einschränkung der freien Rede empfunden.

Johannes Piepenbrink

Editorial

Mehr lesen

Kübra Gümüşay

Die Sprachkäfige öffnen. Gedanken zur Bedeutung von "freier Rede" – Essay

Allzu oft werden Menschen durch pauschale Kategorisierungen und Zuschreibungen sprachlich in Käfige gesteckt. Es ist an der Zeit, offene Türen in die Käfige einzubauen und Räume für neue Perspektiven zu schaffen, sodass alle frei sprechen können.

Mehr lesen

Sandra Kostner / Sabine Hark

Gefährdete Meinungsfreiheit? Zwei Perspektiven

Woher kommt es, dass die Wahrnehmung, "man kann nicht mehr offen sagen, was man denkt", offenbar nennenswerte Zustimmung findet? Sind freie Rede und Meinungsfreiheit tatsächlich gefährdet? Während Sandra Kostner dies bejaht, argumentiert Sabine Hark dagegen.

Mehr lesen

Mathias Hong

Meinungsfreiheit und ihre Grenzen

Meinungsfreiheit gilt grundsätzlich auch für die "Feinde der Freiheit". Werden die bestehenden Grenzen der Meinungsfreiheit jedoch beachtet, ist die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu diesem Grundrecht auch im Zeitalter der digitalen Empörungsstürme zukunftsfähig.

Mehr lesen

Anatol Stefanowitsch

Politisch korrekte Sprache und Redefreiheit

Aus sprachwissenschaftlicher Sicht lässt sich Political Correctness deutlich von Tabuwörtern und Euphemismen abgrenzen. Politisch korrekte Sprache dient vor allem der gerechtfertigten Ächtung von "Slurs" – Wörter, durch die ganze Gruppen pauschal abgewertet werden.

Mehr lesen

Marie-Luisa Frick

Streitkompetenz als demokratische Qualität – oder: Vom Wert des Widerspruchs

Wir brauchen Widerspruch für qualitätsvolle Meinungsbildung. Wie kann politischer Streit aber dazu beitragen? Eine mögliche Antwort liegt darin, dass nur im Bewusstsein von alternativen Standpunkten und Sichtweisen der eigene Standpunkt bestimmt werden kann.

Mehr lesen

Patrick Gensing

Faktum = Meinung?

Meinungen und unbelegte Behauptungen werden heute vielfach zu Fakten erklärt, während gleichzeitig wissenschaftlich anerkannte Erkenntnisse häufig zu Meinungen degradiert werden. Dadurch droht letztlich auch eine Entwertung der Meinungsfreiheit.

Mehr lesen