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24.7.2008 | Von:
Sabina Kajnc

Die slowenische EU-Ratspräsidentschaft 2008

Fazit

Die Arbeit in der EU ist während des slowenischen Vorsitzes ganz normal verlaufen. Von kleineren Ungeschicklichkeiten abgesehen, wurden keine größeren Fehler gemacht. Damit unterscheidet sich die slowenische Präsidentschaft nicht von anderen Präsidentschaften. Es lässt sich also festhalten, dass Slowenien dem symbolischen Wert seiner Präsidentschaft voll entsprochen hat. Das junge Land, sich seiner Schwächen (vielleicht zu) bewusst, ist einerseits mit vielen Themen eher zu bescheiden umgegangen und setzte sich andererseits (manchmal auch zu aggressiv) engagiert für die Erreichung der Ziele im Bezug zum Westbalkan ein. Die Hauptziele wurden erreicht, zahlreiche Initiativen und Projekte erfolgreich lanciert. Der Präsidentschaft ist es allerdings nicht gelungen, Mazedonien dazu zu bewegen, die notwendigen Schritte zur Festsetzung eines Anfangsdatums der Beitrittsverhandlungen einzuleiten. Es bleibt weiterhin viel Arbeit, um die Region politisch und wirtschaftlich voranzubringen, und Slowenien sollte gelernt haben, wie es als "ganz normaler" EU-Mitgliedstaat auf die Westbalkanpolitik der EU und die EU-Politik im Allgemeinen einwirken kann.