APUZ Dossier Bild

7.7.2008 | Von:
Peter Penders

Randsportarten: Am Tropf der Olympischen Spiele - Essay

Für Randsportarten sind die Olympischen Spiele von existenzieller Bedeutung. Für wenige Wochen erfahren sie große Aufmerksamkeit, und vom sportlichen Abschneiden bei Olympia hängen Fördersummen ab.

Einleitung

Sein Saisonziel? Der Tennisprofi Nicolas Kiefer musste bei dieser Frage Anfang des Jahres nicht lange nachdenken. Im Fokus hatte er vor allem die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking, für die er sich zuvor im Herbst schon qualifiziert hatte. Kiefer hat vor vier Jahren in Athen die Silbermedaille im Doppel gewonnen und war damals nur knapp an der Erfüllung seines Kindheitstraumes gescheitert. Mit seinem Partner Rainer Schüttler hatte er sich im Finale vier Matchbälle erspielt, aber die beiden Deutschen hatten keinen nutzen können.






Die bitteren Tränen, die Kiefer damals weinte, sind längst getrocknet, und nun will der Hannoveraner unbedingt noch einmal zu Olympischen Spielen, "und wenn ich hin schwimmen müsste". Die ganze Atmosphäre habe ihn völlig begeistert, das Zusammentreffen mit den vielen anderen Sportlern. Als Tennisspieler wisse er schließlich, dass er zu den bevorzugten Sportlern gehöre, die bei der Ausübung ihres Sports viele Annehmlichkeiten wie Fahrdienste oder exzellente Hotels in Anspruch nehmen könnten. Auch deshalb sei es so besonders reizvoll, einmal den Alltag der anderen Sportler zu erleben.