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10.1.2008 | Von:
Detlef Virchow

Die Erhaltung der Agrobiodiversität

Die biologische Vielfalt in der Landwirtschaft, durch Landwirte über Jahrtausende entwickelt, ist durch die Technologisierung der Landwirtschaft bedroht.

Einleitung

Seit dem Beginn der menschlichen Viehhaltung und ackerbaulichen Tätigkeiten haben Landwirte und Viehhalter Kulturarten und -sorten durch Selektion und züchterische Aktivitäten entwickelt sowie Haustierrassen domestiziert und weitergezüchtet. Somit ist in den vergangenen 12 000 Jahren ein breites Fundament an Kulturpflanzen sowie Haustierrassen entstanden, die alle an bestimmte Umwelt- und Betriebsbedingungen angepasst sind.

Diese Vielfalt in der Landwirtschaft wird im Allgemeinen als Agrobiodiversität bezeichnet. Agrobiodiversität umfasst alle Bestandteile der biologischen Vielfalt, die von Bedeutung für die Ernährung und Landwirtschaft sind sowie zur Erhaltung der Schlüsselfunktionen von Agrarökosystemen beitragen. Neben den Nutzpflanzen und -tieren sind es ihre wilden Verwandten und alle Organismen, die ökologische Leistungen für die Landwirtschaft erbringen.[1]

Fußnoten

1.
Vgl. GTZ, Agrobiodiversität: Genetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft. Themenblätter BIODIV, Eschborn 2001.