APUZ Dossier Bild

3.12.2009 | Von:
Hagen Albers

Onlinewahlkampf 2009

Bewertung

Im Vergleich zu vorherigen Wahlkämpfen hat sich der deutsche Onlinewahlkampf im Wahljahr 2009 modernisiert und professionalisiert. Teilerfolge im Umgang mit in- und externen Netzwerken, mit Twitter und den Videoportalen unterstreichen dies. Zwar war das Internet nicht wahlentscheidend, jedoch spielt es zu Informations-, Interaktions- und Mobilisierungszwecken auch für deutsche politische Akteure eine immer bedeutendere Rolle. Tendenzen des Medienverhaltens in und außerhalb Deutschlands lassen darauf schließen, dass das Web eines Tages den traditionellen Medien den Rang ablaufen wird.

Spannend ist die Frage, wie die Parteien nun mit den neuen Instrumenten umgehen. Sollten Präsenzen in Sozialen Netzwerken nicht weiter gepflegt werden, Twitterkanäle brach liegen und Videokanäle nicht mit neuem Bildmaterial gefüttert werden, wird es bei kommenden Wahlen schwieriger, mit den Bürgern glaubhaft über das Internet zu kommunizieren. Schon die kommenden Monate können entscheidend dafür sein, welchem Akteur es bei der nächsten Wahl am ehesten gelingen wird, Multiplikatoren und Unterstützer zu gewinnen.


Parlamentarismus
Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 38/2009)

Parlamentarismus

Vor der Wahl zum 17. Bundestag am 27. September 2009 wird unter anderem die neue Qualität des Parteienwettbewerbs analysiert. Zudem wird versucht, eine Bilanz der Großen Koalition zu ziehen.

Mehr lesen