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30.10.2009 | Von:
Sibylle Tönnies

Die "Neuen Kriege" und der alte Hobbes

Nicht das Auftreten asymmetrischer Kriege ist eine Neuheit, sondern der Kurswechsel, den die Politikwissenschaft vorgenommen hat: Sie hält jetzt die Konzentration legitimer Gewalt im Staat für wünschenswert. Dabei sollte sie sich von dem Fachmann in dieser Frage belehren lassen: Thomas Hobbes

Einleitung

Es gibt keine "Neuen Kriege" - so soll hier argumentiert werden. Es gibt nur eine Veränderung in der Grundhaltung der Politikwissenschaft: Sie bejaht neuerdings die De-Souveränisierung der Nationalstaaten und öffnet sich der friedenstiftenden Möglichkeit eines Weltstaats, mag sich ihre veränderte Haltung aber noch nicht bewusst machen. Sie unterstützt zwar seit einigen Jahren die Unterminierung der nationalen Souveränität durch die Auflösung des Völkerrechts, gibt dafür jedoch eine irreführende Begründung: Die äußere Lage habe sich geändert, die Welt habe es mit einer bisher unbekannten Art von asymmetrischen Auseinandersetzungen zu tun. Demgegenüber soll auf die klaren Gedanken von Thomas Hobbes (1588-1679) hingewiesen werden, der die Monopolisierung der Gewalt ohne Umschweife propagiert hat.




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