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22.11.2010 | Von:
Martin Brussig
Matthias Knuth

Zugewanderte und ihre Nachkommen in Hartz IV

Sprachliche Verständigung im Jobcenter

In der Alltagspraxis der Grundsicherungsstellen ist die sprachliche Verständigung mit Kunden mit Migrationshintergrund immer wieder eine Herausforderung. Wiederum sind es Hilfebedürftige mit türkischem und osteuropäischem Migrationshintergrund, die diesbezüglich besonders häufig Probleme haben. Nicht selten geht der Erstkontakt mit neuen Kunden mangels Verständigungsmöglichkeit ergebnislos aus, wodurch sich der Beginn der Geldleistung verzögern kann.

Die Verständigungsschwierigkeiten beeinträchtigen den Aufbau einer Vertrauensbasis zwischen Kunden und Integrationsfachkräften und stellen für letztere einen Belastungsfaktor in ihrer Arbeitssituation dar. Rückgriffsmöglichkeiten auf externe Dolmetscherdienste seitens der Jobcenter sind eine seltene Ausnahme, einschlägige Sprachkenntnisse beim eigenen Fachpersonal nur in geringem Maße verfügbar, und vorhandene Sprachkompetenzen bei Kollegen innerhalb des Jobcenters können nicht ohne Störung des Arbeitsablaufs in Anspruch genommen werden. Darüber hinaus wird der Einsatz eigener Sprachkenntnisse in manchen Jobcentern aus rechtlichen oder pädagogischen Gründen abgelehnt und nur informell praktiziert. Die Lösung der Verständigungsprobleme wird amtlicherseits von den ALG-II-Beziehenden selbst erwartet.


Dossier

Arbeitsmarktpolitik

Arbeitsmarktpolitik ist in der Bundesrepublik Deutschland eines der wichtigsten Politikfelder überhaupt. Sie ist einerseits "wahlentscheidend" und greift andererseits tief in die individuellen Belange der Bürger ein. Das Dossier stellt die theoretischen Grundlagen der Arbeitsmarktpolitik, die Ziele und die Akteure, die gesetzlichen Grundlagen und die Instrumente der Arbeitsmarktpolitik vor.

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