Die Baustelle des Bauprojekts für den neuen Hauptbahnhof "Stuttgart 21" gegen Ende 2017.

Stuttgart

Stuttgart gilt als Musterstadt der Integration. Die "New York Times" ernannte die baden-württembergische Landeshauptstadt im "Flüchtlingsherbst" 2015 zum weltweiten Vorbild gelungener Integrationspolitik, und auch im kulturellen Gedächtnis der Bundesrepublik steht die Stadt für die erfolgreiche Verbindung von Migration und Integration.

Seit den Protesten gegen "Stuttgart 21", den Ausschreitungen im Sommer 2020 und der Gründung der "Querdenken"-Bewegung bröckelt das Image der Musterstadt. Möglicherweise führt Stuttgart aber nur im Kleinen vor, welche desintegrativen Kräfte an der Gesellschaft insgesamt derzeit zerren. Es scheint, als würde dort stellvertretend für den Rest der Republik gerungen und gestritten. Darin darf man ruhig auch ein positives Zeichen sehen.

Sascha Kneip

Editorial

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