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Deine tägliche Dosis Politik - Archiv

Infokanal für Messenger

Jeden Morgen schicken wir Dir kurze Erklärtexte zu Begriffen aus Politik und Geschichte, HinweisKatastrophenfalle auf interessante bpb-Angebote und Hintergrundinfos zu aktuellen Themen und Debatten. Hier findest Du die letzten veröffentlichten Beiträge und unser Archiv.

Hier die Nachricht von heute:

22.09.2021: Menschenrechtsverletzungen in Afghanistan

Guten Morgen,
seit der Machtübernahme der Taliban kommt es immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen – das kritisieren Menschenrechtsorganisationen in einem neuen Bericht.

Hintergrund
  • Ende August übernahmen die radikal-islamistischen Taliban die Kontrolle im Land. Seitdem verschlechtert sich die humanitäre Lage zusehends:
  • Etwa 3,5 Mio. Menschen sind im Land auf der Flucht.
  • Die Wirtschaft ist weitgehend zusammengebrochen.
  • Lebensmittel werden knapp, etwa ein Drittel der Bevölkerung ist von Hunger bedroht.
Menschenrechtsverletzungen
  • Die Taliban sicherten zu, die Menschenrechte im Land zu achten. Doch Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International beobachteten zahlreiche Menschenrechtsverletzungen, die sie nun in einem Bericht veröffentlichten.
  • Sie berichten von Tötungen von Zivilist/-innen, von landesweiten Drohungen und Übergriffen gegen Aktivist/-innen sowie Journalist/-innen.
  • Besonders gefährdet sind auch ethnische Minderheiten und Menschen, die mit der früheren Regierung oder den NATO-Staaten zusammengearbeitet haben.
  • Frauen sind u.a. von Arbeitsverboten betroffen. Medien berichten außerdem, dass Mädchen derzeit vom Unterricht an weiterführenden Schulen ausgeschlossen sind.
Widerstand
  • Demonstrationen sind seit etwa zwei Wochen verboten, finden aber vereinzelt weiterhin statt.
  • Am Sonntag protestierte etwa eine Gruppe Frauen gegen die Schließung des Ministeriums für Frauenangelegenheiten. Dieses war zum „Ministerium für Gebet und Orientierung sowie zur Förderung der Tugend und zur Verhinderung von Laster“ umgewandelt worden.
  • Z.T. hat sich der Widerstand auch in die Sozialen Medien verlagert: Unter dem Hashtag #DoNotTouchMyClothes posten junge Frauen Fotos in landestypischer farbenfroher Kleidung, um gegen die strenge Kleiderordnung zu protestieren.
Mehr zur Lage in Afghanistan:
https://kurz.bpb.de/tka

Viele Grüße
Deine bpb-Online-Redaktion

Hier die letzten fünf DTDP-Nachrichten:

21.09.2021: Nichtwähler/-innen

Guten Morgen,
am kommenden Sonntag haben ca. 60 Mio Deutsche die Wahl: Es findet die Bundestagswahl statt. Doch nicht alle lockt der Wahlschein auch in die Wahlkabine.

Wie viele wählen nicht?
  • In der Bundesrepublik Deutschland lag die Wahlbeteiligung bis zur Bundestagswahl 2002 meist über oder etwa bei 80%. Seitdem sank die Zahl jedoch. Die Wahl im Jahr 2009 markierte mit einer Beteiligung von 70% einen bisherigen Tiefstand.
  • Bei der letzten Bundestagswahl im Jahr 2017 lag der Anteil derjenigen, die nicht wählten etwa bei 23,8%.
  • Der Anteil derer, die nicht zur Wahl gehen hängt zudem von der jeweiligen Wahl ab. An der Bundestagswahl beteiligen sich am meisten, gefolgt von den Landtagswahlen und der Europawahl. Bei Kommunalwahlen liegt die Wahlbeteiligung häufig bei unter 50 %.
  • Außerdem dürfen längst nicht alle Menschen, die in Deutschland leben bei der Bundestagswahl ihre Stimme abgeben. Etwa 10 Millionen Menschen, die in Deutschland leben aber keinen deutschen Pass besitzen, können nicht an der Wahl teilnehmen.
Wo liegen die Gründe?
  • Studien kommen zudem zum Schluss, dass Nichtwähler/-innen nicht über weniger Interesse an politischen Fragen verfügen, sondern dass eine Vielzahl anderer Gründe dazu führt, dass sie nicht wählen.
  • Einen besonders wichtigen Aspekt scheinen dabei die Lebensverhältnisse der Menschen zu spielen. So weisen Regionen, in denen Menschen in prekären Verhältnissen leben häufig eine deutlich niedrigere Wahlbeteiligung auf.
Warum ist meine Stimme wichtig?
  • Wählen ist der Kern unserer Demokratie. Nur wenn Du wählst, kannst du mitbestimmen!
  • Nichtwählen aus Protest funktioniert nicht. Wenn Du protestieren willst, solltest Du eine Botschaft haben.
  • Gerade bei knappen Wahlen kommt es auf jede Stimme an.
Du oder jemand in deinem Umfeld ist noch unentschlossen? Teste die geläufigsten Argumente im Wahlbingo für Nichtwählende:
https://kurz.bpb.de/dtdp978

Oder lass dir deine Fragen von unserem Wahl-Bot beantworten:
https://kurz.bpb.de/dtdp979

Viele Grüße
Deine bpb Online-Redaktion

20.09.2021: Facebook löscht "Querdenken"-Kontos

Guten Morgen,
Ende letzter Woche hat Facebook 150 Konten und Gruppen gelöscht, die der "Querdenken"-Bewegung zugeordnet werden. Zudem können einige Webseiten der Szene nicht länger auf Facebook verlinkt werden.

Warum die Löschung?
  • Facebook begründete die Maßnahmen damit, dass die Bewegung für eine "koordinierte Schädigung der Gesellschaft" verantwortlich sei, Falschinformationen verbreite und zu Gewalt aufriefe.
  • Anhänger/-innen von "Querdenken" gehen seit Monaten gegen die staatl. Corona-Maßnahmen auf die Straße. Bei den Demos kam es wiederholt zu Angriffen auf Polizei und Presse.
  • Die Löschung betrifft Konten/Gruppen auf Facebook und Instagram, nicht aber auf WhatsApp.
Social Media und "Querdenken"
  • Soziale Netzwerke spielen für Bewegungen wie "Querdenken" eine zentrale Rolle in Bezug auf Organisation, Austausch und Mobilisierung.
  • Die Netzwerke gehen vielfach nur zurückhaltend gegen Falschinformationen und Verschwörungserzählungen vor. Zuletzt hat vor allem der Messenger Telegram wegen laxer Regeln viel Zulauf aus der "Querdenken"-Szene bekommen.
  • Studien haben auch gezeigt, dass die Algorithmen der großen Netzwerke zur Radikalisierung beitragen (Filterblasen).
Reaktionen
  • Mitglieder der Bewegung kündigten rechtliche Schritte gegen die Löschung an.
  • Einige kritisieren die zu späte Löschung durch Facebook und dass WhatsApp-Konten nicht betroffen sind.
  • Umstritten ist, ob es Aufgabe von Konzernen oder Justiz ist, die Löschung von problematischen Inhalten zu veranlassen.
Warnen oder Löschen: Wie sollen Plattformen mit Desinformationen umgehen?
https://kurz.bpb.de/dtdp977

Viele Grüße
Deine bpb Online-Redaktion

17.09.2021: Wahl-Quiz

Quiz zur Wahl: Eine Aufnahme des Plenarsaals des Bundestages aus Vogelperspektive (© picture-alliance, Geisler-Fotopress/Christian Hardt)

Guten Morgen!
Bist du startklar für die Bundestagswahl? Erststimme, Zweitstimme, Briefwahl – Teste Dein Wissen mit unserem Wahl-Quiz.

Mehr Quiz und viele weitere Infos zur Wahl hat unser Wahl-Bot. Jetzt und rund um die Uhr bis zur Wahl mit ihm chatten:
http://wahl.bundesbots.de

Dir ein schönes Wochenende!

Viele Grüße
Deine bpb Online-Redaktion

16.09.2021: Schutz der Ozonschicht

Guten Morgen,

kennst du das größte Sonnensegel der Welt? Genau, die Ozonschicht ist gemeint und heute erinnern die Vereinten Nationen daran, sie zu erhalten.

Die Ozonschicht…
  • … ist eine Gasschicht und befindet sich größtenteils in der Stratosphäre. Diese Schicht der Erdatmosphäre liegt in etwa 15-50 km Höhe.
  • … schützt Tiere, Pflanzen und Menschen vor der schädlichen ultravioletten (UV) Strahlung der Sonne. Diese verursacht u.a. Hautkrebs und Augenleiden.
  • Das Ozonloch
    • Seit den 70er Jahren wird eine starke Ausdünnung der Ozonschicht über dem Süd- und selten am Nordpol beobachtet. Dieses Phänomen bezeichnet man als Ozonloch.
    • Dazu trugen u.a. bestimmte chemische Substanzen bei: Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), die z.B. als Kältemittel in Kühlschränken oder Treibgasen in Spraydosen verwendet wurden, und Halone, die beispielsweise in Feuerlöschern eingesetzt wurden.
    • Seit über 20 Jahren verringern sich auch in den mittleren Breiten die Ozonwerte. Über die Gründe sind sich Forschende unsicher, wahrscheinlich trägt u.a. der Klimawandel dazu bei.
    Maßnahmen zur Regenerierung
    • 1987 verpflichteten sich alle (!) Länder der Welt im Montrealer Protokoll, die Produktion und den Verbrauch ozonabbauender Stoffe schrittweise zu verringern.
    • 2009 legte die EU mit einer neuen Ozonverordnung nach. Diese ist noch wesentlich strikter als das Montrealer Protokoll und verbietet die Verwendung ozonschädigender Stoffe weitgehend.
    • 2016 wurde das Montrealer Protokoll ausgeweitet. Seitdem sind auch nicht-ozonschädliche Stoffe verboten. Diese Treibhausgase beschleunigen stark die Erderwärmung.
    • Zwar erholt sich die Ozonschicht seit ein paar Jahrzehnten, aber Wissenschaftler/-innen geben noch keine Entwarnung. Sie befürchten, dass der Klimawandel den Ozonabbau antreiben könnte.
    Du möchtest mehr zum Thema Ozon wissen? Eine interaktive Einführung gibt es hier: https://kurz.bpb.de/thr

    Viele Grüße
    Deine bpb-Online-Redaktion

    15.09.2021: Bundestagswahl - aber wie?

    Guten Morgen!
    Die Bundestagswahl rückt näher – Zeit, sich mit den Basics der Stimmabgabe zu beschäftigen: Was gilt es am übernächsten Sonntag zu beachten?

    Im Wahllokal …
    • zeigst du deinen Perso oder Pass und die Wahlbenachrichtigung her. Dann erhältst du deinen Stimmzettel.
    • Auf dem kannst du 2 Kreuze setzen: Mit der Erststimme wählst du einen Kandidaten oder eine Kandidatin aus deinem Wahlkreis; mit der Zweitstimme wählst du eine Partei.
    • Wenn du hinter dem Sichtschutz deine 2 Kreuze gemacht hast, steckst du den Stimmzettel in die Wahlurne.
    Dann wird gezählt ...
    • Wer am Wahlsonntag bis 18 Uhr ansteht, darf noch wählen. Danach ist Schluss. Die Wahlhelfer/-innen haben aber noch keinen Feierabend ...
    • … denn jetzt wird die Wahlurne geleert – und das große Zählen beginnt. Die Stimmenauszählung ist öffentlich. Wer möchte, kann also Wahlbeobachter/-in werden.
    • Auch die Briefwahlstimmen werden am Wahltag nach 18 Uhr ausgezählt.
    Ein Stimmzettel ist gültig, wenn ...
    • maximal 2 Stimmen vergeben wurden – je eine für Erst- und Zweitstimme (auch mit nur einem Kreuz gilt der Stimmzettel).
    • der Stimmzettel ansonsten am besten leer bleibt (auf keinen Fall unterschreiben – geheime Wahl!).
    Wann wissen wir das Ergebnis?
    • Die ersten Prognosen gibt es um 18 Uhr. Sie sind ein Stimmungsbild aus anonymen Befragungen von Wählenden nach Verlassen des Wahllokals.
    • Die ersten Hochrechnungen sind dann Zwischenstände mit echten Auszählungen. Im Verlauf der Nacht kommen immer mehr Wahlkreise dazu.
    • Das vorläufige Endergebnis gibt's wohl am frühen Morgen – bei der Wahl 2017 lag es gegen 5.30 Uhr vor. Das endgültige Ergebnis stand damals zweieinhalb Wochen später fest.
    Noch Fragen? Unser Wahl-Bot beantwortet sie:
    https://kurz.bpb.de/dtdp975

    Genauere Infos zum Ablauf und was du beachten musst, findest du in unserer Wahlhilfe:
    https://kurz.bpb.de/dtdp976

    Viele Grüße
    Deine bpb Online-Redaktion

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    Von Montag bis Freitag schicken wir dir jeden Morgen kurze Erklärtexte zu Begriffen aus Politik und Geschichte, Hinweise auf interessante bpb-Angebote und Hintergrundinfos zu aktuellen Themen und Debatten.

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    Deine tägliche Dosis Politik - Quiz

    Hier kannst du dir alle Quiz ansehen - und natürlich nochmal spielen!

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