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März 2018

28.03.2018: Atomunfall Three Mile Island

Guten Morgen!

Am 28. 3. 1979 kam es im US-Atomkraftwerk "Three Mile Island" fast zur Katastrophe: Die Kühlung des Reaktors fiel aus, Teile des Reaktorkerns schmolzen. Ein "Super-GAU" wie in Tschernobyl (1986) oder Fukushima (2011) konnte aber verhindert werden.

Solche Unfälle regen die Kontroversen über das Für und Wider von Atomkraft an:
  • Befürworter*innen argumentieren etwa, Atomenergie sei im Vergleich zu fossilen Energieträgern wie Kohle (Stichwort Klimawandel) eine "saubere" Energiequelle.
  • Gegner*innen hingegen verweisen u.a. auf die Folgen von Atomunfällen für Bevölkerung und Umwelt und die außerdem noch ungelöste Frage nach engültigen Atommüll-Lager.
2011 hat der Bundestag die Änderung des Atomgesetzes (AtG) beschlossen. Bis spätestens 2022 sollen demnach die verbleibenden sieben Kernkraftwerke in Dt. vom Netz gehen.

Viele unserer Nachbarstaaten setzen nach wie vor auf Atomkraft. Da die Folgen von Störfällen in älteren AKWs wie bspw. im belgischen Tihange oder im französischen Fessenheim aber nicht an Landesgrenzen stoppen würden, ist diese Atompolitik u.a. in Dt. umstritten.

Wann ein Unfall ein Störfall, ein GAU oder ein Super-GAU ist, kannst du hier nachlesen: kurz.bpb.de/dtdp166
Und hier eine interaktive Weltkarte aller bisher klassifizierten Atomunfälle: kurz.bpb.de/dtdp167

Viele Grüße
deine bpb Online-Redaktion

29.03.2018



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