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März 2018

17.03.2018: Equal Pay Day

Guten Morgen,

gestern war der sog. Equal Pay Day. Bis zu diesem Tag müssten Frauen in D. laut dem Verband der Business and Professional Women (BPW) rein rechnerisch arbeiten, um die bestehende Lohnlücke zu den Männern aus dem Jahr 2017 zu schließen, also auf den gleichen Jahresbruttoverdienst wie diese zu kommen. Der BPW bezieht sich dabei auf den sog. Gender Pay Gap (GPG).

Was misst der GPG und welche Aussagekraft hat er?
  • Der GPG beschreibt die durchschnittlichen Verdienstunterschiede (Stundenlohn) zw. Frauen und Männern. Wichtig: Das Statistische Bundesamt unterscheidet zwischen dem bereinigten und dem unbereinigten Wert:
  • Der unbereinigte GPG vergleicht den Stundenlohn zwischen Männern und Frauen ganz allgemein. In D. waren das im Jahr 2016 21%.
  • Der bereinigte GPG lässt bei der Berechnung bekannte strukturelle Unterschiede außen vor, wie z.B. dass Frauen öfter in Teilzeit arbeiten und in Branchen mit schlechterer Bezahlung (z.B. Pflege- oder Dienstleistungssektor) und zeigt die Verdienstunterschiede bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit. Dieser GPG lag in D. im Jahr 2014 bei 6%.
  • Wie die bekannten Unterschiede entstehen (z.B. aus freier Wahl oder aus Diskriminierung) und wie die "restlichen" 6% erklärt werden können, ist umstritten.
  • Seit 2017 haben Arbeitnehmer*innen bei Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten einen Auskunftsanspruch und dürfen erfahren, was Männer verdienen, die einen ähnlichen Job machen wie sie – und umgekehrt.
Mehr zum GPG: kurz.bpb.de/dtdp156

Einen guten Start in die Woche,
deine bpb Online-Redaktion

29.03.2018



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