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April 2018

17.04.2018: Kommunalwahlen in Thüringen

Guten Morgen,

du gehst zur Wahl und der Stimmzettel ist leer? So ähnlich war das letzten Sonntag mancherorts bei den Kommunalwahlen in Thüringen. Gewählt wurden Bürgermeister/-innen (Städte und Gemeinden) und Landräte (Kreise). Kandidat/-innen? Oftmals Fehlanzeige! In etwa 30% der Kommunen gab es nur eine/n Bewerber/in, in 4 gar keine.

Was bedeutet das für die Kommunen?
  • Meinungsvielfalt, neue Ideen und verschiedene Zukunftsentwürfe bleiben oft aus.
  • In Thüringen einigten sich Parteien in vielen Wahlkreisen darauf, parteilose Bewerber/-innen zu unterstützen.
Wer darf in Kommunen überhaupt wen wählen?
  • Das Kommunalwahlrecht unterscheidet sich je nach Bundesland.
  • Wähler/-innen müssen für einen bestimmten Zeitraum in der Kommune wohnen und EU-Bürger/-innen sein.
  • Aktives Wahlrecht: Jugendliche dürfen in vielen Bundesländern wie in Thüringen ab 16 Jahren wählen.
  • Passives Wahlrecht: In ein Amt gewählt werden kann man überall erst ab 18.
Wie werden die Stimmen abgegeben?
  • In den meisten Bundesländern gilt die Verhältniswahl mit offenen Listen. Bei Kommunalwahlen spielen meist 2 Prinzipien eine wichtige Rolle:
  • Kumulieren (anhäufen): Wähler/-innen dürfen statt einer mehrere Stimmen abgeben, die auf eine/n Bewerber/-in vereint werden.
  • Panaschieren (mischen): Wähler/-innen haben mehrere Stimmen, die sie auf Kandidat/-innen unterschiedlicher Listen verteilen können.
Wie das Wahlrecht in deinem Bundesland aussieht, erfährst du hier: kurz.bpb.de/dtdp180

Viele Grüße
deine bpb Online-Redaktion

30.04.2018



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