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April 2018

27.04.2018: Kolonialismus

Guten Morgen,

heute begeht das westafrikanische Togo seinen Nationalfeiertag. Togo feiert damit seine Unabhängigkeit von der französischen Kolonialherrschaft seit 1960. Ein Teil des heutigen Togo war von 1884 bis 1914 auch eine deutsche Kolonie.

Was versteht man unter Kolonialismus?
  • Der Begriff bezeichnet die Fremdherrschaft über ein besetztes Gebiet. Die Hochphase der europäischen Kolonialherrschaften lag zwischen etwa 1880 bis 1960.
  • Die Menschen in den kolonisierten Gebieten wurden von der Kolonialmacht in der Regel unterworfen und systematisch ausgebeutet (Stichwort Sklavenhandel).
  • Die Einflussnahme reichte von politischer und wirtschaftlicher Bevormundung bis hin zu krassen und teils gewaltsamen Eingriffen in die Gesellschaft und Kultur.
  • In den 1960er Jahren erlangten die meisten ehemaligen Kolonien ihre staatliche Unabhängigkeit.
War der Kolonialismus damit vorbei?
  • Mit der staatlichen Unabhängigkeit waren koloniale Herrschaftsstrukturen (z.B. in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft) nicht auf einen Schlag vorbei. Weltweit wirkt die Kolonialzeit bis heute nach.
  • Nicht nur in den Gesellschaften der ehemals Kolonisierten, sondern auch der ehemaligen Kolonialmächte, wie die Theorie des sogenannten Postkolonialismus betont.
Noch mehr Infos zum Postkolonialismus bekommst du hier: kurz.bpb.de/dtdp188

Und diese (längere) Doku zeigt, was in Togo seit Ende der Kolonialherrschaft geschehen ist: Video-Icon kurz.bpb.de/dtdp189

Ein schönes Wochenende wünscht
deine bpb Online-Redaktion

30.04.2018



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