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April 2018

26.04.2018: Mikroplastik

Guten Morgen,

51 Billionen Partikel Mikroplastik schwimmen im Ozean – das sind 500-mal mehr als Sterne in der Milchstraße. Jetzt haben Forscher/-innen erstmals auch im Eis der Arktis Mikroplastik-Partikel entdeckt.

Zum Hintergrund:
  • Laut den Vereinten Nationen (UN) landen jährlich fast 8 Mio. Tonnen Plastik im Meer – umgerechnet pro Minute also etwa ein Müllwagen voll.
  • Im Meer wird Plastik nicht abgebaut, sondern zerfällt durch physikalische und chemische Prozesse z.B. Sonneneinstrahlung. Mikroplastik sind Plastik-Partikel, die 5 Millimeter und kleiner sind. Es wird auch in vielen Kosmetikprodukten wie Cremes, Peelings oder Duschgel eingesetzt.
  • Die Teilchen sind zu klein, um sie einfach aus dem Wasser zu entfernen. Mikroplastik-Partikel können von vielen Meereslebewesen gefressen werden – und sie krank machen.
Was tragen wir dazu bei?
  • Jeder und jede Deutsche verursacht im Jahr im Schnitt fast 37,4 kg Plastikverpackungsmüll. Das sind 6 kg mehr als im EU-Durchschnitt.
  • Immerhin: In D. werden mehr als 40% des Plastikmülls recycelt.
  • Die EU hat Anfang des Jahres ihre Kunststoffstrategie vorgestellt, u.a. sollen absichtlich beigefügte Mikroplastik-Partikel in Kosmetika verboten und mehr Plastikverpackungen recycelt werden sowie Kennzeichnungen auf ihre Auswirkungen hinweisen.
Eine spannende und aufrüttelnde Doku zu unserem "Plastic Planet" gibt’s in unserer Mediathek: Video-Icon kurz.bpb.de/dtdp187

Viele Grüße
deine bpb Online-Redaktion

30.04.2018



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