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April 2018

18.04.2018: Whistleblower

Guten Morgen!

Stell dir vor, du hast brisante Informationen, die das Leben von Menschen verändern könnten. Was würdest du tun? Ein/-e „Whistleblower/-in“ (engl. Hinweisgeber/-in) würde diese Infos zur Veröffentlichung weitergeben und sich dabei Gefahren aussetzen. Aber was genau machen Whistleblower?
  • Sie kennen Missstände in ihrem Unternehmen oder ihrer Organisation und legen diese offen.
  • Oft decken sie dabei Korruption oder Datenmissbrauch auf.
  • Sie müssen häufig mit Bedrohungen, Strafen oder Verfolgungen rechnen.
  • Bekannte Whistleblower sind: Edward Snowden (enthüllte Überwachungspraktiken von staatlichen Geheimdiensten) oder Chelsea Manning (gab vertrauliche Dokumente über die US-Armee weiter).
Welche Rollen spielen Medien?
  • Medien dienen oft als Vermittler zwischen Whistleblower und Öffentlichkeit.
  • In Deutschland sind Medien durch die Pressefreiheit davor geschützt, ihre Informant/-innen gegenüber Ermittlungsbehörden preisgeben zu müssen.
  • Jedoch bemängeln Journalist/-innen, dass Whistleblower hierzulande noch immer strafrechtlich verfolgt werden können.
Was plant die EU?
  • Heute stellt die EU-Kommission einen Gesetzesvorschlag vor. Darin will sie den Schutz für Whistleblower erhöhen.
  • Der Begriff "Hinweisgeber" soll breiter gefasst werden: Angestellten, aber auch Ehrenamtlichen und Praktikant/-innen soll so erleichtert werden, Missstände aufzuklären.
Hier erklärt ein Journalist, wie er mit geheimen Informationen umgeht: Video-Icon kurz.bpb.de/dtdp181

Viele Grüße
deine bpb Online-Redaktion

30.04.2018



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