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Dezember 2018

19.12.2018: Jahresbilanz 2018 von Reporter ohne Grenzen

Guten Morgen,

ermordet, inhaftiert oder entführt: Das droht Journalist/-innen und anderen Medienschaffenden (z.B. Fotografen, Bloggern) weltweit – weil sie ihre Arbeit ausüben. Gestern veröffentlichte die Nichtregierungsorganisation "Reporter ohne Grenzen" die Jahresbilanz 2018:
  • Mindestens 80 Medienschaffende wurden getötet,
  • 348 sitzen in Haft,
  • 60 sind entführt und
  • 3 verschwunden.
Gefährdet sind Medienschaffende in (Bürger-)Kriegsgebieten wie …
  • Afghanistan (15 Getötete), gefolgt von Syrien (11) und Jemen (8)
  • Zum Schutz von Journalist/innen in bewaffneten Konflikten hat der UN-Sicherheitsrat 2015 die Resolution 2222 verabschiedet. UN-Mitgliedstaaten werden damit u.a. verpflichtet, die Täter zu bestrafen.
Auch außerhalb von Kriegsgebieten droht Medienschaffenden Gefahr …
  • vor allem in Mexiko (9 getötete Journalist/innen), Indien (6) und den USA (6).
  • Die Zahl der Inhaftierten ist in China (60), Ägypten (38) und der Türkei (33) am höchsten.
  • 61% der getöteten Journalist/innen wurden gezielt ermordet, wie …
    • der saudische Journalist Jamal Khashoggi oder
    • die russischen Journalisten Orchan Dschemal, Kirill Radschenko und Alexander Rastorgujew.
      Im Juli 2018 hatten sie zu Söldnern einer russischen Sicherheitsfirma in der Zentralafrikanischen Republik recherchiert. Die russischen und zentralafrikanischen Behörden lieferten bisher keine Hinweise zu den Tätern.
Die Jahresbilanz von Reporter ohne Grenzen findest du hier: kurz.bpb.de/dtdp352
Und hier ein APuZ-Longread zur Pressefreiheit: kurz.bpb.de/dtdp353

Viele Grüße
deine bpb-Online-Redaktion

28.12.2018



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