Beleuchteter Reichstag

Zeitgeschichte/Zeitgeschehen

13. August 1961: Das SED-Regime riegelt die Grenzen zwischen Ost- und West-Berlin ab. Deutschland ist endgültig geteilt, die DDR erlebt ihren "heimlichen Gründungstag" (Dietrich Staritz). Die letzte Möglichkeit, dem SED-Staat zu entfliehen, ist versperrt; die Deutschen in der DDR sehen sich gezwungen, sich auf Jahre in der Diktatur einzurichten. Sie fühlen sich als Opfer des Kalten Krieges – und sind es auch. Vorausgegangen war dem Mauerbau ein Ringen Moskaus um den westlichen Vorposten in Berlin; die Spannungen zwischen den Supermächten dauern aber auch noch nach dem Mauerbau an. Erst 28 Jahre später wird die Blockkonfrontation zwischen Ost und West überwunden, fällt die Mauer. Und nochmals drei Jahre später erhebt der Bundestag Berlin wieder zu Deutschlands Hauptstadt.

Nikita S. Chruschtschow 1963.

Gerhard Wettig

Die UdSSR und die Berliner Mauer

Der Verlauf der längsten Krise des Kalten Krieges wurde von Chruschtschow bestimmt; Ulbricht musste sich unterordnen. Die Mauer entstand als nur zeitweilig beabsichtigte Notmaßnahme.

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Walter Ulbricht lauscht der Ansprache Nikita Chruschtschows auf dem V. Parteitag der SED, 11. Juli 1958.

Hope M. Harrison

Walter Ulbricht, der Bau der Mauer und der Umgang damit seit 1989

Wer brachte die Frage der Grenzschließung in Berlin auf, wer verlieh diesem Thema eine solche Dringlichkeit und tat alles dafür, um die nötigen Voraussetzungen für die endgültige Schließung der Grenze zu schaffen? Ulbricht oder Chruschtschow?

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Die Bösebrücke an der Bornholmer Straße in Berlin, Ende 1961.

Gerhard Sälter

Reaktionen auf den Mauerbau in Berlin und der DDR

Wie reagierte eigentlich die Bevölkerung der DDR auf den Mauerbau und den damit einhergehenden zunehmenden Anpassungsdruck im SED-Staat? Ein Bericht über den Schockzustand der ostdeutschen Gesellschaft.

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Abschlussfeier der X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Ost-Berlin, 5. August 1973.

Tina Schaller

Ein Flüchtling, der keiner sein sollte

Wenige Tage vor der Eröffnung der Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Ost-Berlin unternimmt Klaus Gomert einen Fluchtversuch. Doch die Flucht scheitert. Entgegen aller Erwartungen wird Gomert nicht wegen versuchten Grenzdurchbruchs vor Gericht gestellt, sondern kurze Zeit später nach West-Berlin abgeschoben.

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Blick auf das Reichstagsgebäude in Berlin, Sitz des Deutschen Bundestages. Foto von 1999.

Oliver D´Antonio

Aufbruch in die Metropole

Vor 20 Jahren wurde der Umzug der Bundeshauptstadt in das einst geteilte Berlin beschlossen. In der Debatte darum ließen sich schon damals erste Konturen einer neuen Republik erkennen.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Stacheldrahtsperre in der Bernauer Straße: Volkspolizisten halten Ost-Berliner in Schach, 13. August 1961
Online-Angebot

Chronik der Mauer

28 Jahre war die Berliner Mauer Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. In zeitlicher Abfolge werden Ursachen, Verlauf und Folgen von Mauerbau und Mauerfall durch Texte, Film- und Tonmaterial, Fotos und Zeitzeugeninterviews dargestellt.

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Die Mauer. 1961 bis 2021

Bildmontagen und eine VR-Animation

Anlässlich des 60. Jahrestags des Mauerbaus erinnert das Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit 46 Bildmontagen und einer Virtual-Reality-Animation an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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Themenseite

60 Jahre Mauerbau

Die Berliner Mauer trennte mehr als 28 Jahre lang Ost und West. Sie ist zum Symbol der konfliktreich verkanteten Nachkriegsordnung der Alliierten geworden. Zwischen 1961 und 1989 wurden mindestens 140 Menschen an der Berliner Mauer getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben. Darüber hinaus verstarben mindestens 251 Reisende aus Ost und West vor, während oder nach Kontrollen an Berliner Grenzübergängen. In diesen Angaben nicht erfasst ist die unbekannte Anzahl von Menschen, die aus Kummer und Verzweiflung über die Auswirkungen des Mauerbaus auf ihre individuellen Lebensverhältnisse starben.


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NEU: "(Ost)Deutschlands Weg 1989-2021". 80 Studien zur Lage des Landes

Ein Mosaik der (ost)deutschen Transformationsgeschichte von 1989/90 bis in die Gegenwart. Mit Texten von Ilko-Sascha Kowalczuk, Krisztina Slachta, Jens Reich, Marianne Birthler, Hans Modrow, Steffen Mau, Antonie Rietzschel, Andreas Zick, Esther Dischereit, Bernd Wagner, Naika Foroutan, Raj Kollmorgen und 70 weiteren AutorInnen. Der Doppelband mit 1.350 Seiten und zahlreichen Fotos kostet 7 Euro im Angebot der bpb.

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Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen und Designers, Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, zeigen, dass bei Kriegsende im Mai 1945 in der Stadt kaum ein Stein mehr auf dem anderen stand. Die Bildmontagen rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen und Schuttberge aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Tag in der Geschichte

  • 30. November 1945
    Der Alliierte Kontrollrat bestätigt die drei Luftkorridore, die alliierte Flugzeuge von Hamburg, von Bückeburg und von Frankfurt a. M. unbeschränkt nach Berlin benutzen können. Die westlichen Zugangsrechte nach Berlin zu Wasser und zu Lande beruhten nicht auf... Weiter
  • 30. November 1948
    Die SED beruft eine »Außerordentliche Stadtverordnetenversammlung« ein, die den Magistrat für abgesetzt erklärt und Friedrich Ebert (SED) zum Oberbürgermeister (Ost) wählt. Der legale bisherige Magistrat weicht am 1. 12. 1948 nach West-Berlin aus (endgültiger... Weiter
  • 30. November 1950
    Ministerpräsident Grotewohl schlägt Bundeskanzler Adenauer in einem Brief vor, einen paritätisch besetzten Gesamtdeutschen Konstituierenden Rat zu bilden; er solle eine gesamtdeutsche provisorische Regierung, Wahlen für die Nationalversammlung und den... Weiter
  • 30. November 1966
    Rücktritt des Bundeskanzlers Erhard. Er hatte die Regierungskrise mit demonstrativer Indifferenz verfolgt. Weiter
  • 30. November 1981
    Auf Drängen der BRD beginnen in Genf die Intermediate Nuclear Forces (INF)-Verhandlungen zwischen den USA und der Sowjetunion. Breschnew hatte zunächst abgelehnt, über die Begrenzung von Mittelstreckenraketen in Europa (landgestützte SS-4, SS-5 und vor allem... Weiter
  • 30. November 1989
    Der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, fällt in Bad Homburg einem Sprengstoffanschlag der RAF zum Opfer. Ein vergleichbarer Zündmechanismus, ausgelöst durch eine Lichtschranke, wird am 27. 7. 1990 bei einem Bombenanschlag auf den... Weiter
  • 30. November 1999
    In der CDU-Finanzaffäre, die staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen den früheren Schatzmeister Walther Leisler Kiep ausgelöst hatte, bekennt Exkanzler Helmut Kohl, Ehrenvorsitzender der CDU und MdB, er habe Spenden (»Sonderzuwendungen«) in schwarze Kassen... Weiter

Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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