Beleuchteter Reichstag

Forum

Das System der SED-Diktatur wurde bereits frühzeitig in Frage gestellt. Kritik kam dabei auch aus den eigenen Reihen, und der "Kampf gegen Abweichungen" gehörte deshalb stets zu den Grundregeln der SED-Diktatur. Ziel dieses Kampfes waren Trotzkisten, Sozialdemokraten und andere sogenannte "Sektierer", darunter für einige Jahre auch Titoisten. Weder aus diesen Reihen noch aus den Kreisen der Wissenschaft gibt es bis heute eine allgemein anerkannte Theorie zum System der SED-Diktatur. Einen möglichen Ansatz dazu könnte ein – "vergessener" – Klassiker bieten: Martin Draths Überlegungen zum totalitären Charakter der SBZ/DDR.

Haus des Zentralsekretariats der SED in der Berliner Torstraße, Ecke Prenzlauer Allee, dekoriert anlässlich des 70. Geburtstags Stalins 1949.

Hermann Weber

Die SED und der Titoismus

In der SED-Diktatur gehörte der "Kampf gegen Abweichungen" immer zu den Grundregeln. Trotzkismus und Sozialdemokratie, Opportunismus, Sektierertum u.a. waren ständig anzugreifen. Titoismus galt nur von 1948 bis 1956 als parteifeindlich.

Mehr lesen

Martin Drath war von 1951 bis 1963 Richter am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.
Foto: Rolf Unterberg
© Bundesregierung, B 145 Bild-00106869

Markus Porsche-Ludwig

Der Staat im Osten

Zum System der SED-Diktatur existiert noch immer keine allgemein anerkannte Theorie. Das zeigen die Bilanzen zu 20 Jahren DDR-Forschung seit dem Umbruch 1989/90. Um "neue" Anregungen zu erhalten, werden Martin Draths Überlegungen zum totalitären Charakter des SED-Staates (bzw. der SBZ) näher beleuchtet.

Mehr lesen

Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

Mehr lesen

NEU: Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

Jetzt ansehen

Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

Mehr lesen

Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausstellung + Film

Die Mauer. Sie steht wieder!

Was wäre, wenn die Mauer Berlin erneut halbieren würde? 30 Jahre nach dem Mauerfall erinnert das Deutschland Archiv der bpb mit 30 Bildmontagen und einem Film von Alexander Kupsch an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

Mehr lesen

Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

Mehr lesen auf chronik-der-mauer.de

Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

Mehr lesen

Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

Mehr lesen auf jugendopposition.de

Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

Mehr lesen

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

Mehr lesen

Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

Mehr lesen

Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

Mehr lesen

Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

Mehr lesen auf bpb.de

Der Tag in der Geschichte

  • 25. - 28. Jan. 1949
    Mit der 1.Parteikonferenz (Ersatzparteitag) beginnt die Stalinisierung der SED als Kader- und Kampfpartei nach sowjetischem Vorbild. Diese »Partei neuen Typus« versteht sich als »bewusste Vorhut der Arbeiterklasse« mit dem Politbüro als Führungsspitze und... Weiter
  • 25. Januar - 18. Februar 1954
    Die Berliner Außenministerkonferenz (Dulles , Molotow, Eden, Bidault) kann sich in Deutschland- und Sicherheitsfragen nicht einigen. Eden empfiehlt ein 5-Punkte-Programm zur Wiedervereinigung, das mit den USA und Frankreich abgestimmt ist: 1. kontrollierte... Weiter
  • 25. Januar 1955
    Die Sowjetunion erklärt den Kriegszustand mit Deutschland für beendet. Sie behält sich jedoch weiterhin alle Rechte und Pflichten vor, die sich aus den alliierten Verträgen über Deutschland als Ganzes ergeben. - Die osteuropäischen Staaten folgen diesem... Weiter
  • 25. Januar 1955
    Die Sowjetunion beendigt den Kriegszustand mit Deutschland. Weiter
  • 25. Januar 1985
    Der Bundestag beschließt einstimmig, dass alle Entscheidungen des Volksgerichtshofs nichtig sind; denn es habe sich um ein »Terrorinstrument zur Durchsetzung der nationalsozialistischen Willkürherrschaft« gehandelt. Damit wird klargestellt, dass der am 24. 4.... Weiter
  • 25. Januar 1987
    Elfte Bundestagswahl: Die CDU/CSU erzielt ihr bisher schlechtestes Ergebnis (44,3 Prozent) seit 1949 (31 Prozent), doch verbucht die FDP Zugewinne (9,1 Prozent), sodass sich die christlichliberale Regierungskoalition behauptet. Die SPD (Spitzenkandidat... Weiter
  • 25. Januar 1990
    Da die Planwirtschaft vor dem Kollaps steht, beschließt die Regierung Modrow, für Handel, Handwerk und Dienstleistungen die volle Gewerbefreiheit einzuführen. Geregelt wird auch die Beteiligung von Ausländern an staatseigenen Betrieben (in der Regel bis zu 49... Weiter