Dossierbild Afrika - Schwerpunktthemen

18.9.2009 | Von:
Steffen Angenendt
Matthias Basedau
Bettina Conrad
Andreas Eckert
Gero Erdmann
Dominic Johnson
Tobias von Lossow
Stefan Mair
Laurence Marfaing
Dalila Nadi

Herausforderungen und Chancen für die Politik

Neue und alte Kriege

Die Zahl großer bewaffneter Konflikte in Afrika ist zwischen 2001 und 2005 von acht auf drei gesunken und blieb laut Angaben des Stockholmer International Peace Research Institute (SIPRI) von 2007 im Jahr 2006 konstant. Nach Zählung des Human Security Report, der von einem Forschungsteam an der kanadischen Universität von British Columbia 2005 erstellt wurde, fordern die Konflikte auf diesem Kontinent aber direkt und indirekt weltweit die meisten Opfer. So erschreckend hoch die neuen Zahlen sind, so stehen sie doch in keinem Verhältnis zu den 1990er Jahren, als in der Region um die Großen Seen Zentralafrikas, in den Nachbarländern Sierra Leone und Liberia sowie am Horn von Afrika Kriege tobten, die Millionen von Menschen das Leben kosteten.

Diese schweren Konflikte der 1990er Jahre enttäuschten alle Hoffnungen, dass mit dem Ende des Ost-West-Konflikts eine wesentliche Kriegsursache in Afrika entfiele und der Kontinent damit in den Genuss einer Friedensdividende käme. Die inner- und zwischenstaatlichen Kriege, die in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren in Afrika stattgefunden hatten, waren überwiegend als Stellvertreterkriege betrachtet worden - Kriege also, die zwischen Rebellen und Regierungen oder zwischen verfeindeten Staaten nur deshalb ausgefochten wurden, weil diese von den verfeindeten Blöcken der Supermächte Sowjetunion und USA manipuliert oder finanziert wurden. Tatsächlich konnten mit Ende des Ost-West-Konflikts die Apartheidkonflikte in Namibia und später in Südafrika gelöst werden. Auch die Bürgerkriege in Mosambik und Äthiopien wurden beigelegt. Andere Friedensbemühungen blieben dagegen erfolglos, so Anfang der 1990er Jahre in Angola, das ebenfalls in einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg verstrickt war. Dies wies schon früh darauf hin, dass sich die afrikanischen Kriege nicht allein auf den Aspekt des Stellvertreterkrieges reduzieren ließen.

Bei der Suche nach alternativen Erklärungsansätzen für die Konfliktanfälligkeit Afrikas ragen zwei besonders heraus: die ungezügelte Gier der Führungseliten bzw. der Kampf um knappe Ressourcen einerseits sowie zum anderen die politische Unterdrückung, der Ausschluss von politischer Macht, gegen die die Menschen zu den Waffen griffen. Letztlich schließen sich beide Erklärungsansätze nicht aus, sondern ergänzen einander. Da unter den autoritären Regimen, die bis Anfang der 1990er Jahre in Afrika vorherrschten, politische Macht immer gleichbedeutend war mit dem Zugang zu knappen Ressourcen, war die Machtfrage auch immer eine Frage des Wohlstands, der mit Gewalt verteidigt wurde. Das lässt sich anhand eines Beispiels illustrieren: Der langjährige Diktator des ehemaligen Zaire, Mobutu Sese Seko, sah sich Mitte der 1990er Jahre immer größerem inneren und äußeren Druck ausgesetzt, sein Regime zu öffnen und demokratische Wahlen zuzulassen. Eine der zentralen Gegenmaßnahmen des Regimes bestand darin, die Opposition zu spalten und der Bevölkerung Sündenböcke für ihre wirtschaftliche und soziale Misere zu präsentieren. Im Osten des Landes zielte dies vor allem auf eine aus Ruanda stammende Volksgruppe, die Banyamulenge, die seit Generationen in Zaire lebten, sich eines relativen Wohlstands erfreuten und gleichzeitig als regimefeindlich galten. Mobutu verwehrte den Angehörigen dieser Volksgruppe nicht nur das Wahlrecht, indem er ihnen die Staatsangehörigkeit entzog, sondern er stellte auch ihre traditionellen Landrechte und damit ihre ökonomische Lebensgrundlage in Frage. Die Banyamulenge schlossen sich daraufhin der bewaffneten Opposition gegen Mobutu an, spielten eine zentrale Rolle bei dessen Sturz und sind seither in nahezu jede größere bewaffnete Auseinandersetzung im Osten des ehemaligen Zaire und der jetzigen DR Kongo verwickelt.

Nicht nur wirtschaftliche und politische Gründe sind für die Konflikte in Afrika ins Feld geführt worden. Ein weiterer Erklärungsansatz, der sich vor allem in den Medien großer Beliebtheit erfreut, sieht ihre Ursache in der Vielzahl von Volksgruppen mit ihren kulturellen und traditionellen Gegensätzen, die durch die koloniale Grenzziehung in künstliche Staatsgebilde gepresst wurden. Dieser Erklärungsansatz verwechselt Ursache mit Symptom. Eine geringe Wirtschaftskraft bei steigender Bevölkerung, die Knappheit von Ressourcen wie Land und Wasser führen unvermeidlich zu Verteilungskonflikten zwischen gesellschaftlichen Gruppen. Da die soziale Schichtung - in Bauern, Arbeiter und Unternehmer, in Unter-, Mittel- und Oberschicht - in den meisten afrikanischen Gesellschaften nach wie vor gering ist, formieren sich diese Verteilungskonflikte überwiegend entlang ethnischer Trennlinien. Hinzu kommt die Schwäche afrikanischer staatlicher Institutionen: Konkurrierende gesellschaftliche Gruppen vertrauen nicht darauf, dass das Parlament oder die Gerichtsbarkeit die Konflikte lösen, sondern sie setzen auf die Durchsetzungsfähigkeit eines ihre Gruppe vertretenden starken Mannes, der seinen Führungsanspruch wiederum vorwiegend ethnisch definiert. Des Weiteren werden diese Auseinandersetzungen meist als Nullsummenspiele wahrgenommen, das heißt, jeder Vorteil der einen Seite bedeutet automatisch einen Nachteil für die andere, was ihnen wiederum schnell gewaltsamen Charakter verleiht. Hinzu kommt noch ein kulturelles Element: Nach wie vor sind in afrikanischen Gesellschaften soziale Normen wie zum Beispiel das Gewaltverbot sehr unterschiedlich in ihrer Geltungsweite - was gegenüber den Angehörigen der eigenen sozialen Gruppe selbstverständlich ist, gilt zuweilen gegenüber Außenseitern nur sehr eingeschränkt.

Verteilungskonflikte und die mangelnde Fähigkeit der Politik, zu ihrer Lösung beizutragen, können in einem komplexen Wechselspiel als wichtigste Ursachen für die gewaltsamen Auseinandersetzungen in Afrika angesehen werden. Diese These beantwortet aber nicht die Frage, warum die Konflikte gerade im Lauf der 1990er Jahre mit besonderer Vehemenz losbrachen. In diesem Zusammenhang kommt das Ende des Ost-West-Konflikts zumindest indirekt ins Spiel, da es zwei wesentliche Veränderungen für Afrika mit sich brachte:
  • Zum einen wurde die Entwicklungshilfe stark reduziert. Die Staaten Afrikas wurden nicht mehr als Hilfstruppen in der internationalen Konkurrenz der Blöcke gebraucht. Gleichzeitig wurden die Zahlungen verstärkt an politische Reformen in Afrika gebunden; dies förderte die ohnehin spürbare demokratische Aufbruchstimmung auf dem Kontinent. Auf die Verteilungs- und Machtkonflikte des Kontinents hatte dies unmittelbare Auswirkungen: Den autoritären Herrschern wurden neben der Legitimität wichtige Finanzmittel entzogen, die sie benötigten, um interne Verteilungskonflikte zu mildern.
  • Zum anderen war nunmehr die Bereitschaft äußerer Mächte denkbar gering, zugunsten stabiler Verhältnisse in Afrika militärisch einzugreifen. Solche Interventionen hatten in der Vergangenheit eine Reihe afrikanischer Diktatoren vor dem Sturz bewahrt und in einigen Ländern jegliche Opposition unterdrückt.
Gleichzeitig wurden gerade in den 1990er Jahren besondere politische und wirtschaftliche Bedingungen virulent: Die politische Liberalisierung führte nicht in allen afrikanischen Staaten zu neuen politischen Strukturen, die bei der Lösung von Verteilungskonflikten als kompetent anerkannt wurden. Zudem hatten die wirtschaftlichen Krisen der 1970er und 1980er Jahre und die soziale Modernisierung, die sich vor allem im schnellen Wachstum der Städte niederschlug, tief greifende soziale Folgen. Traditionelle gesellschaftliche Bindungen und Gewalt kontrollierende Normen lockerten sich, und insbesondere unter den männlichen Jugendlichen entstand ein großes Rekrutierungspotenzial, um Konflikte gewaltsam auszutragen.

Verteilungs- und Machtkonflikte, überlagert von Fragen ethnischer Identität, die Auflösung überkommener politischer Strukturen, wirtschaftliche und gesellschaftliche Krisen sowie die große Verfügbarkeit von Kleinwaffen auf dem Kontinent führten zu sehr spezifischen Konfliktmustern. Für sie hat sich in der Folge weltweit die Bezeichnung der "neuen Kriege" eingebürgert. Eine Reihe von Elementen sind für deren afrikanische Variante typisch, so etwa die Vielfalt der Akteure und deren komplexe Beziehungen: Oft lassen sich Kombattanten, also Kriegführende, von Zivilisten nur schwer unterscheiden. Letztere greifen häufig selbst zu den Waffen, bilden Milizen und werden damit zeitweilig oder permanent zur Kriegspartei. Die Kriegsparteien selbst sind nicht eindeutig einem Lager zuzuordnen, bilden immer wieder wechselnde Allianzen, spalten und vereinen sich und verfügen in der Regel nur sehr selten über eine einheitliche Befehlsstruktur. Die Motive der Kriegführenden sind vielfältig und können sich im Verlauf des Konflikts erheblich verändern. Mögen Selbstschutz und Widerstand gegen politische Unterdrückung für einige am Anfang gestanden haben, kann die Erkenntnis, dass sich mit Waffengewalt auch wirtschaftliche Vorteile und die Kontrolle über lukrative Ressourcen erzwingen lassen, das ursprüngliche Motiv der Gewaltanwendung schnell in den Hintergrund drängen. Umgekehrt können auch aus ursprünglich kriminellem Antrieb politische Motive erwachsen. Die Grenzen zwischen Soldaten, Rebellen, kriminellen Gangs, Bürgermilizen und Schlägertrupps von politischen Parteien verwischen immer mehr. Zählt man die Interventionskräfte benachbarter Staaten oder internationaler Organisationen hinzu, wird die Akteursvielfalt noch komplexer.

Quellentext

Kriegsökonomien

Kriegsökonomie ist ein Begriff, der im afrikanischen Rahmen anfänglich vor allem in Bezug auf den sudanesischen Bürgerkrieg (1983 bis 2005) benutzt wurde. Er findet Anwendung, wenn Krieg zur Haupteinnahmequelle einflussreicher Personen wird und diese ihre Einnahmen wiederum zu einem wesentlichen Teil für die Weiterfinanzierung des Krieges einsetzen. Militärische Gewalt wird so zum zentralen wirtschaftlichen Faktor.

Bereits während des Ost-West-Konflikts war dieser Mechanismus im Rahmen der so genannten Stellvertreterkriege erkennbar. Die Haupteinnahmequellen der Krieg führenden Parteien bestanden in den Zuwendungen der konkurrierenden Blöcke. Fühlten sich politische oder gesellschaftliche Gruppen von der Regierung unterdrückt oder benachteiligt und griffen deshalb zu den Waffen, konnten sie sich externer Hilfe nahezu sicher sein. Sie erhielten sie jeweils von dem Block, zu dem sich die Regierung ihres Staates im Gegensatz befand. Das Interesse, den Konflikt zu beenden, war gering, weil damit auch die Aussichten auf Unterstützungsgelder schwanden. Im Falle des sudanesischen Bürgerkriegs wurde selbst die humanitäre Hilfe zur Finanzierungsquelle der Kriegsparteien: Sowohl die sudanesische Armee als auch die südsudanesischen Rebellen waren nur gegen Zahlung erheblicher Schutzgelder bereit, die Verteilung von Nothilfe in ihren Gebieten zu dulden.
Mit dem Ende des Ost-West-Konflikts versiegte die Unterstützung aus den konkurrierenden Blöcken. Die humanitäre Hilfe wurde allerdings weiterhin zur Kriegsfinanzierung missbraucht. Viel wichtiger wurde jedoch die unmittelbare Ausbeutung natürlicher Ressourcen wie Diamanten und Tropenhölzer. Im Krieg an den Großen Seen Zentralafrikas führte dies dazu, dass sowohl die Truppen Ugandas als auch Ruandas, die beide in der DR Kongo interveniert hatten, den Staatshaushalt ihrer Länder kaum belasteten. Ausrüstung und Besoldung wurden weitgehend durch den Verkauf der Rohstoffe gedeckt, die sich in den von beiden Ländern kontrollierten kongolesischen Gebieten befanden: Diamanten, Gold und Coltan.
Kriegsökonomien beschränken sich allerdings nicht auf externe Zuflüsse und Rohstoffexport. Kriegsparteien treiben in den von ihnen kontrollierten Gebieten Steuern und Schutzgelder ein, schmuggeln Waren und Menschen, betreiben Unternehmen und lokale Märkte - nicht, weil sie dazu über die nötigen Rechte verfügten, sondern weil sie die Waffen besitzen, um ihre Ansprüche durchzusetzen. Die Verfügungsgewalt über Waffen ist somit in Konfliktländern ein Faktor, der wirtschaftliches Überleben und Wohlergehen sichert. Mit der Zeit stellen sich andere wirtschaftliche Akteure immer mehr auf diese Bedingungen ein:
  • Händler, die vom Waffenhandel und dem Schmuggel von Konsumgütern leben;
  • Minenbesitzer und Holzhändler, die in den Wirren des Krieges eine exzessivere Ausbeutung von Ressourcen betreiben können, weil sie beispielsweise keine Arbeitsschutz- oder Umweltgesetzgebung beachten müssen;
  • Sicherheitsfirmen, die Unternehmern, Nichtregierungsorganisationen und internationalen Organisationen ihren Schutz anbieten.
Das wirtschaftliche Umfeld von Kriegsökonomien geht sogar weit über den unmittelbar vor Ort engagierten Personenkreis hinaus. Nichtregierungsorganisationen und internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen weisen zu Recht darauf hin, dass Kriegsökonomien nur florieren können, weil es weltweit Abnehmer für illegal ausgebeutete Rohstoffe und Lieferanten für Waffen gibt. Vor diesem Hintergrund sind internationale Initiativen entstanden, die versuchen, Kriegsökonomien ihre Lebensgrundlage zu entziehen. Dazu gehört der Kimberley-Prozess, in dessen Rahmen Diamanten mit Herkunftszertifikaten ausgestattet werden, um zu verhindern, dass geschmuggelte "Blutdiamanten", die der Kriegsfinanzierung dienen, in den Handel kommen. Einen noch umfassenderen Ansatz verfolgt die Extractive Industries Transparency Initiative, die Regierungen und Unternehmen verpflichten will, ihre Handelsverbindungen und Einnahmeverwendungen offenzulegen. Auch die G8-Staaten und die
EU haben in den vergangenen Jahren begonnen, den illegalen Handel mit Rohstoffen zur Kriegsfinanzierung zu unterbinden. Außer dem Kimberley-Prozess konnte bisher aber noch keine dieser Initiativen den Kriegsökonomien effektiv Einhalt gebieten.

Um die Dynamik und die Folgen der neuen Kriege in Afrika zu verstehen, sind zwei weitere Charakteristika wichtig:
  • Zum einen handelt es sich um Konflikte niedriger Intensität. Diese Bezeichnung wirkt angesichts der immens hohen Opferzahlen zynisch, meint aber, dass die Konflikte überwiegend mit Kleinwaffen ausgefochten werden. In der Regel gibt es weder ein zusammenhängendes Kriegsgeschehen noch klare Frontverläufe. Stattdessen dominieren sporadisch aufflammende Scharmützel, und die Opfer der Gewaltanwendung sind eher Zivilisten als Angehörige der verfeindeten Kriegsparteien. Nur eine Minderheit der zahlreichen zivilen Toten ist wiederum Opfer unmittelbarer Gewaltanwendung. Die Mehrzahl stirbt an den Folgen des Krieges, vor allem am Zusammenbruch der Nahrungsmittel- und der Gesundheitsversorgung.
  • Zum anderen entwickeln die neuen Kriege häufig eine grenzüberschreitende Dimension. Rebellen, Milizen und Kriegsherren unterhalten Operationsbasen und Rückzugsräume in den Grenzgebieten der Nachbarländer. Insbesondere wenn sich dort attraktive Rohstoffe befinden, ist die Versuchung für Kriegsparteien groß, sie zur Kriegsfinanzierung bzw. Bereicherung unter die eigene Kontrolle zu bringen. Die Nachbarländer ihrerseits versuchen einer Destabilisierung ihrer Grenzgebiete zuvorzukommen, indem sie selbst in den Konflikt im Nachbarstaat eingreifen. Dabei können auch Erwägungen, sich zu bereichern, eine Rolle spielen. So finanzierte Ruanda sein militärisches Eingreifen in der DR Kongo zunehmend mit der Ausbeutung von Coltan, Gold und Diamanten in jenen kongolesischen Landstrichen, die es kontrollierte. Aus dieser grenzüberschreitenden Gewaltanwendung können Regionalkonflikte erwachsen, die beispielsweise im Krieg an den Großen Seen zeitweilig die Streitkräfte von acht afrikanischen Staaten involvierten.
Über den "neuen Kriegen" sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass es immer noch klassische zwischenstaatliche Konflikte auf dem Kontinent gibt. Das herausragende Beispiel hierfür sind die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Äthiopien und Eritrea von 1998 bis 2000. Sie entzündeten sich an einem Streit über den Grenzverlauf in einem abgelegenen und unbedeutenden Landstrich, zugrunde lag ihnen aber eigentlich, dass Äthiopien die Unabhängigkeit seiner ehemaligen Provinz Eritrea nie akzeptiert hatte, zumal es dadurch seinen Meerzugang verloren hatte. Erschwerend hinzu kam das Verhalten der eritreischen Regierung, die ihrerseits mit der Bedrohung aus Äthiopien ihre militärische Machtausübung rechtfertigte. Der äthiopisch-eritreische Konflikt, der als Stellungskrieg geführt wurde und innerhalb von nur zwei Jahren über 70 000 Soldaten das Leben kostete, war bisher ein Sonderfall in Afrika. Angesichts der nicht wenigen zwischenstaatlichen Spannungen und zahlreicher umstrittener Grenzverläufe ist allerdings ein Wiederholungsfall nicht auszuschließen.


Dossier - Africome

Afrika

Rund 885 Millionen Menschen leben in 54 afrikanischen Staaten. Auf dem Kontinent gibt es über 3.000 Bevölkerungsgruppen und mehr als 2.000 Sprachen. Das Dossier präsentiert Afrika gestern und heute und beleuchtet die Perspektiven zukünftiger Entwicklungen.

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In Texten und Bildern spiegelt dieses Dossier eine eigenständige Schwarze Geschichte wider, die einen integralen Bestandteil der deutschen Vergangenheit und Gegenwart darstellt.

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