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Europa-Union Deutschland | bpb.de

Europa-Union Deutschland

M. Große Hüttmann

Die E. ist eine unabhängige Interessenorganisation (Motto: »bürgernah und überparteilich«), die sich für die europ. Zusammenarbeit einsetzt. Sie wurde am 9.12.1946 in Syke bei Bremen gegründet und bildet die dt. Sektion der international tätigen Union Europäischer Föderalisten. Die Satzung vom 14.11.2003 nennt als Ziel die »Förderung der internationalen Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens mit dem Ziel der Schaffung der Vereinten Staaten von Europa auf föderativer und demokratisch-rechtsstaatlicher Grundlage«. Die E. sucht durch Seminare, Informationsangebote und öffentlichkeitswirksame Aktionen die öffentliche Meinung, die politischen Parteien, die Parlamente und die Regierung in Deutschland im Sinne ihrer europapolitischen Zielen zu beeinflussen. Die E. hat Verbände auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene. Der Bundesausschuss bildet zwischen den Kongressen der E. das wichtigste Organ. Als Jugendorganisation der E. spielen die Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) eine wichtige Rolle.

Die E. mit ihren ca. 17.000 Mitgliedern (Stand: 2019) versteht sich als kritisch-konstruktiver Beobachter der dt. wie der Brüsseler Europapolitik. Die Präsidenten der E. seit 1949 waren Eugen Kogon (1949–54), Ernst Friedländer (1954–57), Friedrich Carl von Oppenheim (1957–73), Theo M. Loch (1973–80), Walter Scheel (1980–89), Egon Klepsch (1989–97), Hans-Gert Pöttering (1997–99), Elmar Brok (1999–2006), Peter Altmaier (2006–11) und seit 2011 Rainer Wieland, Vizepräsident des Europäischen Parlaments.

Internet

aus: Große Hüttmann / Wehling, Das Europalexikon (3.Auflage), Bonn 2020, Verlag J. H. W. Dietz Nachf. GmbH. Autor des Artikels: M. Große Hüttmann

Fussnoten

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