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NATO

NATO

Christiane Toyka-Seid, Gerd Schneider

Kopie des NATO-Vertrags von 1949 im US-Außenministerium. (© dpa)

Politisch-militärisches Bündnis

Die NATO ist ein politisch-militärischen Bündnis. Die Abkürzung steht für den englischen Begriff "North Atlantic Treaty Organization", auf Deutsch: "Nordatlantikpakt". Die NATO wurde wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg im April 1949 von den USA, Kanada und zehn europäischen Staaten gegründet. Heute sind 30 Staaten Mitglieder der NATO. In der Gründungszeit waren die USA und die Sowjetunion die bestimmenden Weltmächte. Sie standen sich feindlich gegenüber. Die USA waren mit den demokratischen Staaten des Westens verbündet, die Sowjetunion war die Führungsmacht im kommunistischen Ostblock. Unter der Führung der Sowjetunion entstand 1955 der so genannte "Warschauer Pakt".

Kopie des NATO-Vertrags von 1949 im US-Außenministerium. (© Presse- und Informationsamt der Bundesregierung)

Ziele der NATO

Bei der Gründung des Paktes gab es ein wichtiges Ziel: Die kommunistischen Staaten sollten davon abgehalten werden, gegen die westlichen Staaten Krieg zu führen. Nach dem Ende des Warschauer Paktes 1991 änderten sich die Ziele der NATO. Der Einsatz für Frieden und Freiheit ist heute das wichtigste Ziel. Darüber hinaus gab es von Beginn an die Verpflichtung aller NATO-Mitglieder, sich im Falle einer militärischen Bedrohung gegenseitig zu helfen. Diese Verpflichtung gilt bis heute.

Mitglieder der NATO

Dies sind die 30 Mitgliedsstaaten der NATO. Die Zahlen in den Klammern geben an, wann das jeweilige Land der NATO beigetreten ist. Albanien (2009), Belgien (1949), Bulgarien (2004), Dänemark (1949), Deutschland (1955), Estland (2004), Frankreich (1949), Griechenland (1952), Externer Link: USA (1949).

Nach dem Beginn des Interner Link: Kriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 haben Schweden und Finnland bei der NATO einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt. Sie wollen dem Bündnis beitreten.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2022.

Fussnoten