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Reformation

Reformation

Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid

Martin Luther-Denkmal auf dem Marktplatz von Wittenberg. (© picture alliance/Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa)

Wortbedeutung

Das Wort „Reformation“ kommt aus dem Lateinischen. Es bedeutet „Erneuerung“. Heute versteht man unter „Reformation“ die Entstehung der evangelischen Kirche vor etwa 500 Jahren.

Die Tür der Schlosskirche in Wittenberg. Hier hat Martin Luther seine Thesen angeschlagen. (© picture alliance/Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB)

Martin Luther

Die Reformation wurde 1517 durch Martin Luther ausgelöst. Luther war Mönch und Professor für Theologie in Erfurt. Zu dieser Zeit gab es in Westeuropa nur eine christliche Kirche mit dem Papst in Rom an der Spitze. Luther war sehr unzufrieden mit seiner Kirche. Vor allem störte ihn, dass die Gläubigen Geld zahlen sollten, um die Sündenlast der verstorbenen Menschen zu erleichtern. (Das nannte man "Ablass".) Er glaubte vielmehr, dass nur der Glaube und die Gnade Gottes die Christen von der Schuld befreien könne.

Spaltung der Kirche

Martin Luthers Kritik wurde in ganz Deutschland schnell bekannt. Viele Menschen waren von seinen Lehren überzeugt. Es gab aber auch viele Menschen, die Luther nicht folgen wollten. Zwischen den Anhängern Luthers und seinen Gegnern kam es zu heftigen Auseinandersetzungen. Luther selbst wurde verfolgt und musste sich einige Zeit auf der Wartburg im heutigen Bundesland Thüringen verstecken. Dort hat er als Erster die Bibel ins Deutsche übersetzt. Schließlich kam es zur Spaltung der Kirche. Neben der katholischen Kirche mit dem Papst an der Spitze gibt es seitdem die evangelische Kirche.

Die Wartburg in Eisenach. Hier übersetzte Martin Luther in nur elf Wochen das Neue Testament ins Deutsche. (© picture alliance)

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2022.

Fussnoten