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Richter/in

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Christiane Toyka-Seid, Gerd Schneider

Eine Richterin und zwei Richter am Landgericht Stuttgart. (© picture-alliance/ dpa)

Entscheidungen bei Gerichtsverhandlungen

Richter und Richterinnen sind Männer und Frauen, die Gerichtsverhandlungen leiten und dann Entscheidungen treffen. Es kann dabei zum Beispiel um Streitereien zwischen Nachbarn gehen, um Verkehrsunfälle oder Ehescheidungen. Aber auch schwere Straftaten wie Einbrüche und Mord werden vor Gericht verhandelt. Am Ende einer Gerichtsverhandlung spricht die Richterin oder der Richter das Urteil.

Die Urteile können sehr verschieden sein – manchmal müssen Übeltäter Geld bezahlen, manchmal müssen sie ins Gefängnis. Wenn der Angeklagte aber unschuldig ist, wird er frei gesprochen. Das ist auch der Fall, wenn seine Schuld nicht bewiesen werden kann.

Nur dem Gesetz verpflichtet

Richter sind nur dem Interner Link: Gesetz verpflichtet. Das heißt, sie müssen sich an die Gesetze halten, aber niemand sonst darf ihnen sagen, wie sie urteilen sollen. Dies ist deshalb so wichtig, weil die Gerichte unabhängig sein sollen. Es soll nicht möglich sein, dass jemand einen Richter dazu zwingt, eine bestimmte Entscheidung zu treffen.

Unterschiedliche Richter

Es gibt Berufsrichter, die auf Lebenszeit ernannt sind. Sie haben Rechtswissenschaft (Jura) studiert und eine lange Ausbildung hinter sich, bis sie Richter oder Richterin werden. Dann gibt es die Schöffen (in Amerika heißen sie "Geschworene"). Das sind ehrenamtliche Richter und Richterinnen, die aus der Bevölkerung für eine bestimmte Zeit ausgewählt werden. Sie sind bei Verhandlungen genauso unabhängig und haben das gleiche Stimmrecht wie die Berufsrichter.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2022.

Fussnoten