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Legitimität

Legitimität

Handlungen, Verhältnisse oder Machtbeziehungen, die gerechtfertigt sind oder sich rechtfertigen lassen. Sie sind legitim, entsprechen dem Interner Link: Recht, von lat. lex, Interner Link: Gesetz. Mit der Rechtsetzung (Interner Link: Gesetzgeber) z. B. wird Macht ausgeübt, weil allgemein verbindliche Entscheidungen getroffen werden, die das Verhalten der Rechtsunterworfenen steuern sollen. In der Moderne wird diese Machtausübung nur dann als legitim betrachtet, wenn sie einem demokratischen Verfahren entspringt, also auf freien und gleichen Wahlen oder Abstimmungen der Rechtsunterworfenen beruht (Interner Link: Wahlrecht). Im Mittelalter entsprang die L. stattdessen dem Willen Gottes. In der Moderne fallen unter demokratischen Bedingungen L. und Legalität zusammen, während sie in diktatorischen Gesellschaften auseinanderdriften. Eine engere Bedeutung hat der Begriff im Strafrecht: Legitim, also gerechtfertigt, kann auch die einen anderen verletzende Handlung einer Interner Link: Person sein. Siehe Interner Link: Rechtfertigungsgrund

Quelle: Das Rechtslexikon. Begriffe, Grundlagen, Zusammenhänge. Lennart Alexy / Andreas Fisahn / Susanne Hähnchen / Tobias Mushoff / Uwe Trepte. Verlag J.H.W. Dietz Nachf. , Bonn, 1. Auflage, September 2019. Lizenzausgabe: Bundeszentrale für politische Bildung.

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