🌇 Guten Morgen,
hast du schon einmal ein T-Shirt ungetragen aussortiert? Die EU möchte mit verschiedenen Maßnahmen stärker gegen Fast Fashion vorgehen.
👗 Fast Fashion
Dieses Geschäftsmodell der Textilindustrie setzt auf die schnelle und günstige Herstellung modischer Kleidung. Neue Produkte erscheinen in rascher Folge. Bei „Ultra Fast Fashion“ erscheinen neue Kollektionen bereits nach wenigen Tagen oder Wochen.
Die Deutschen kaufen im Schnitt rund 18 kg Kleidung pro Jahr. Ca. 16 kg Altkleider landen pro Kopf jährlich im Müll. EU-weit ist die Menge an Textilabfällen in den letzten Jahren gestiegen.
In der EU werden schätzungsweise 4-9 % der unverkauften Kleidungsstücke vernichtet. Gerade für Online-Händler ist dies oft günstiger als das Recycling.
🌊 Umweltschäden
Allein diese Abfälle verursachen ca. 5,6 Mio. Tonnen CO2-Emissionen. Zudem setzen synthetische Fasern beim Tragen und Waschen Mikroplastik frei, das in die Ozeane gelangt.
Die Folgen des Konsums werden oft in Südamerika, Afrika oder Südostasien sichtbar. Dort werden in Europa entsorgte Altkleider verbrannt oder in der Natur entsorgt.
Auch die Herstellung schadet der Umwelt: Synthetische Stoffe basieren auf Erdöl, Baumwolle braucht viel Wasser und Pestizide. Chemikalien aus der Produktion gelangen oft ungefiltert in die Natur.
♻️ EU-Maßnahmen
Die Recyclingquote soll steigen, gleichzeitig sollen Unternehmen dazu verpflichtet werden, Kleidung haltbarer und reparabler zu machen.
Die Vernichtung unverkaufter oder zurückgeschickter Kleidung in der EU wird verboten. Stattdessen sollen Hersteller Tauschbörsen und Reparaturmöglichkeiten anbieten.
Ziel ist eine nachhaltigere Modeindustrie, die sich dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft annähert und die Lebensdauer der Produkte verlängert.
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Deine bpb Social Media Redaktion