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Zypern hat am Sonntag ein neues Parlament gewählt.
📊🗳️ Ergebnis
Die konservative Partei DISY bleibt mit rund 27,2% der Stimmen stärkste Kraft in Zypern, gefolgt von der linken Partei AKEL mit 23,9%. Die rechtsextreme ELAM erreichte 10,9%.
Die Wahlbeteiligung lag bei 67%. Etwa 570 Tsd. Zyprer/-innen waren wahlberechtigt.
Lange haben wenige große Parteien die Politik geprägt. Die politische Landschaft ist derzeit im Wandel: Mit der Anti-Korruptions-Partei ALMA und der Partei Direkte Demokratie zogen zwei neue Parteien ins Parlament ein.
💶🌎 Wahlkampf
Themen wie hohe Lebenshaltungskosten, Wohnungsnot, Korruption und Migration prägten den Wahlkampf.
Angesichts der geopolitisch-strategischen Lage Zyperns im östlichen Mittelmeer waren auch sicherheitspolitische Fragen im Wahlkampf präsent. Erst im März hatte eine mutmaßlich iranische Drohne eine britische Militärbasis auf Zypern getroffen.
ELAM griff die Teilung der Insel im Wahlkampf auf, insgesamt spielte der Konflikt zwischen dem griechisch-zyprischen Süden und dem türkisch-zyprischen Norden jedoch eine untergeordnete Rolle.
🔎 Ausblick
Zwei der Parteien, die den amtierenden Präsidenten Nikos Christodoulides bislang unterstützt hatten, scheiterten an der 3,6-Prozent-Hürde. Christodoulides kündigte an, neue Mehrheiten im Parlament suchen zu wollen.
Auf die Regierung hat die Wahl kaum direkten Einfluss, da das Staatsoberhaupt direkt gewählt wird. Viele Entscheidungen trifft die Regierung per Dekret.
Die Wahl gilt als Stimmungstest für die 2028 anstehende Präsidentschaftswahl. Der Aufstieg kleinerer Parteien ohne eindeutige politische Ausrichtung deutet Fachleuten zufolge auf eine wachsende Unzufriedenheit vieler Wähler/-innen hin.
➡️ Seit 1974 ist Zypern geteilt, warum? Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3116
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Deine bpb Social Media Redaktion