Themen Mediathek Shop Lernen Veranstaltungen kurz&knapp Die bpb Meine Merkliste Geteilte Merkliste PDF oder EPUB erstellen Mehr Artikel im

Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo | Deine tägliche Dosis Politik | bpb.de

Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo Deine tägliche Dosis Politik

/ 2 Minuten zu lesen

In Bunia (Demokratische Republik Kongo) werden gespendete medizinische und Nothilfsmitteln aus der EU entladen. (© picture-alliance/AP, Moses Sawasawa )

👋 Guten Morgen,

in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) breitet sich das Ebola-Virus aus. Wie ist die Lage?

📈 Aktuell

  • Seit Mitte Mai wurden über 1.000 Verdachtsfälle gemeldet, rund 250 Menschen sind gestorben. Nach Angaben von Hilfsorganisationen sind viele Frauen und Kinder betroffen, die Dunkelziffer ist jedoch hoch.

  • Das Virus breitet sich vor allem im Nordosten der DRK aus. Die gesundheitliche Versorgung dort ist schlecht, viele Menschen fliehen vor kämpfenden Milizen. Die betroffene Provinz Ituri grenzt an Uganda und den Südsudan. In Uganda sind bereits erste Fälle bekannt.

  • Es ist der 17. Ebola-Ausbruch in der DRK seit 1976. Den letzten und schwersten gab es 2018-2020. Damals starben rund 2.300 Menschen.

Ebola

  • Ebola ist eine lebensbedrohliche, hochansteckende Infektionskrankheit, die oft tödlich verläuft. Die Fiebererkrankung wird durch das Ebolavirus verursacht, von dem es 5 Varianten gibt.

  • Ebola wird vermutlich zuerst von Tier zu Mensch übertragen. Infizierte können andere Menschen durch den Austausch von Körperflüssigkeiten anstecken.

  • Aktuell grassiert die Bundibugyo-Variante, gegen die es keinen Impfstoff gibt. Die Sterblichkeit liegt bei 25 bis 50 %.

🔭 Ausblick

  • Uganda hat für 4 Wochen seine Grenze zur DRK geschlossen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisierte, dass so Kontrollen erschwert würden.

  • Die Mittel der WHO und internationaler Hilfsorganisationen sind begrenzt, besonders, seit der größte Geldgeber USA aus der Finanzierung ausgestiegen ist. Auch Deutschland hat Entwicklungsgelder gekürzt.

  • Laut WHO ist das Risiko für die 10 Nachbarländer der DRK hoch. Sie mahnt, dass Infizierte und Kontaktpersonen nicht in andere Länder reisen sollen. Für Deutschland gilt das Risiko als gering.

➡️ Welche Folgen der Ebola-Ausbruch 2014 für Westafrika hatte, erfährst du hier: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3118

Viele Grüße
Deine bpb Social Media Redaktion

Fussnoten

Weitere Inhalte