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seit dem 12.8. gelten in der EU neue Regeln für Verpackungen. Was steckt dahinter?
📜 Neue Regeln
Lebensmittelverpackungen unterliegen strengeren Grenzwerten für „Ewigkeitschemikalien“ (PFAS). Diese künstlich hergestellten Stoffe zerfallen nicht in der Umwelt, einige stehen im Verdacht, Krebs zu verursachen.
Bis 2029 müssen alle EU-Mitgliedstaaten ein Pfandsystem für Einwegplastikflaschen und Getränkedosen einführen.
Ab 2030 sollen in der EU bis auf wenige Ausnahmen alle Verpackungen recycelbar und so klein wie möglich sein. Bestimmte Einwegverpackungen wie Plastiknetze sind dann verboten.
🗑️ Hintergrund
Pro EU-Bürger/-in fielen 2023 durchschnittlich rund 178 kg Verpackungsabfälle an. In Deutschland waren es pro Kopf 215 kg. Der Großteil davon entfällt auf Papier und Pappe.
Die neue Verpackungsverordnung ist ein Schritt der EU auf dem Weg zur geplanten Klimaneutralität bis 2050. Sie soll unnötige Verpackungen vermeiden und Wiederverwendung und Recycling fördern.
Seit 2021 sind u.a. Einwegteller und -besteck, Strohhalme und Wattestäbchen aus Plastik verboten. An Flaschen und Tetrapaks müssen Deckel seit 2024 fest verbunden sein.
💬 Reaktionen
Vertreter/-innen der Wirtschaft kritisieren den wachsenden bürokratischen Aufwand. Die Verordnung erschwere besonders kleinen und mittleren Unternehmen den Verkauf, da sie sich in den jeweiligen Mitgliedstaaten registrieren und Bevollmächtigte benennen müssen.
Zudem sei derzeit nicht genügend Recyclingmaterial für Lebensmittel in ausreichender Qualität verfügbar. Dieses muss ab 2030 in neuen Plastikverpackungen in gewissen Mindestanteilen enthalten sein.
Naturschutzorganisationen loben die Verordnung. Das Gesetz lege allerdings zu viel Gewicht auf Recycling. Wichtiger wäre es, Verpackungsmüll von vornherein zu vermeiden.
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