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Beim Bildungswesen ringen Bund und Länder regelmäßig um Zuständigkeiten. Warum?
🏫 Bildungsföderalismus
Der Bildungsföderalismus ist im Grundgesetz verankert. Die Bildungshoheit obliegt den Bundesländern, die das Schul- und Bildungswesen weitestgehend gestalten.
Der Einfluss des Bundes im Bildungswesen ist begrenzt. Eine Ausnahme bildet u.a. der Hochschulbereich: Dort hat der Bund insb. durch seine Bereitstellung von Geldern erweiterte Zuständigkeiten.
Gemeinsam haben Bund und Länder u.a. die Aufgabe die Leistungsfähigkeit des Bildungswesens im internationalen Vergleich festzustellen, z.B. durch die Bildungsforschung oder -berichterstattung.
💪 🚧 Chancen und Herausforderungen
Der Bildungsföderalismus trägt zum Schutz der Demokratie bei. So kann z.B. nicht eine zentrale Regierung die Lehrpläne festlegen. Zudem berücksichtigt dieses System regionale Besonderheiten.
Bei der Ausgestaltung des Schulwesens spielen verschiedene Faktoren, wie z.B. parteipolitische Ausrichtung, Wirtschaftskraft oder kulturelle Traditionen, eine Rolle.
Unterschiede bei Lehrplänen, Abschlussniveaus und Ausstattungen sind zwar grundsätzlich im Sinne des Wettbewerbs der Bildungssysteme erwünscht, können jedoch ungleiche Bildungschancen verschärfen.
📋 Maßnahmen
Das Bundesverfassungsgericht entschied 2017, dass das Abitur bundesweit vergleichbarer werden muss.
Die Einrichtung eines Nationalen Bildungsrats zur Stärkung von Vergleichbarkeit und Qualität im Bildungswesen scheiterte 2019 am Widerstand Bayerns und Baden-Württembergs.
2020 einigten sich die Kultusminister/-innen der Länder auf gemeinsame unverbindliche Regelungen, z.B. einen gemeinsamen Aufgabenpool für die Hälfte der schriftlichen Abituraufgaben in den Kernfächern.
➡️ Wie können Bildungsungleichheiten vermieden werden? Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3050
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Deine bpb Social Media Redaktion