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Ende Juli überquerten zehntausende Menschen die EU-Grenze der spanischen Exklave Ceuta.
📰 Ereignisse
Ceuta und Melilla sind spanische Exklaven, also autonome spanische Städte an der marokkanischen Küste. An ihnen verlaufen die einzigen Festlandgrenzen der EU in Afrika.
Ende Juli passierten in kurzer Zeit laut Behördenangaben ca. 72.000 Menschen von Marokko aus die EU-Grenze nach Ceuta, viele von ihnen schwimmend. Mind. 100 Menschen starben dabei.
Die meisten Migrantinnen und Migranten haben Ceuta inzwischen wieder verlassen. Ca. 1.800 Personen sind laut den Behörden noch dort, unter ihnen viele unbegleitete Minderjährige.
📱❌ Falschinformationen
Regelmäßig versuchen Menschen, die EU-Grenzen nach Ceuta und Melilla zu überqueren. Zur Massenbewegung Ende Juli trugen vermutlich auf sozialen Medien verbreitete Videos einer vermeintlich offenen Grenze bei.
Zum Ereignis selbst kursieren zudem Fehlinformationen, in falsche Zusammenhänge gesetzte Aufnahmen und KI-generierte Videos.
Die EU leitete Untersuchungen zu Desinformation (d. h. gezielte Verbreitung irreführender oder falscher Informationen) ein. Mehrere Verdächtige wurden verhaftet.
💬 Diskussionen
Nach Gesprächen mit der EU stimmten der Konzern Meta und die Plattform TikTok zu, in Krisensituationen künftig Falschmeldungen stärker einzugrenzen.
Inzwischen siedeln die Behörden die in Ceuta verbliebenen Geflüchteten von der Straße in temporäre Aufnahmeeinrichtungen um. Vergangene Woche sagte Spanien die Aufnahme von 500 unbegleiteten Mädchen auf dem Festland zu.
Über diese Aufnahme gibt es Streit in der spanischen Politik. Vorwürfe der Opposition, die Behörden hätten Warnungen im Vorfeld ignoriert, wies eine Sprecherin zurück.
➡️ Mehr über die EU-Außengrenzen in Nordafrika: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3163
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Deine bpb Social Media Redaktion