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Desinformation beim Andrang auf Ceuta | Deine tägliche Dosis Politik | bpb.de

25. August 2026

Desinformation beim Andrang auf Ceuta Deine tägliche Dosis Politik

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez (3.v.l.) bei einem Besuch der Zivilgarde in Ceuta am 31.7.2026 (© picture alliance / Xinhua News Agency | La Moncloa )

☕ Guten Morgen,

Ende Juli überquerten zehntausende Menschen die EU-Grenze der spanischen Exklave Ceuta.

📰 Ereignisse

  • Ceuta und Melilla sind spanische Exklaven, also autonome spanische Städte an der marokkanischen Küste. An ihnen verlaufen die einzigen Festlandgrenzen der EU in Afrika.

  • Ende Juli passierten in kurzer Zeit laut Behördenangaben ca. 72.000 Menschen von Marokko aus die EU-Grenze nach Ceuta, viele von ihnen schwimmend. Mind. 100 Menschen starben dabei.

  • Die meisten Migrantinnen und Migranten haben Ceuta inzwischen wieder verlassen. Ca. 1.800 Personen sind laut den Behörden noch dort, unter ihnen viele unbegleitete Minderjährige.

📱❌ Falschinformationen

  • Regelmäßig versuchen Menschen, die EU-Grenzen nach Ceuta und Melilla zu überqueren. Zur Massenbewegung Ende Juli trugen vermutlich auf sozialen Medien verbreitete Videos einer vermeintlich offenen Grenze bei.

  • Zum Ereignis selbst kursieren zudem Fehlinformationen, in falsche Zusammenhänge gesetzte Aufnahmen und KI-generierte Videos.

  • Die EU leitete Untersuchungen zu Desinformation (d. h. gezielte Verbreitung irreführender oder falscher Informationen) ein. Mehrere Verdächtige wurden verhaftet.

💬 Diskussionen

  • Nach Gesprächen mit der EU stimmten der Konzern Meta und die Plattform TikTok zu, in Krisensituationen künftig Falschmeldungen stärker einzugrenzen.

  • Inzwischen siedeln die Behörden die in Ceuta verbliebenen Geflüchteten von der Straße in temporäre Aufnahmeeinrichtungen um. Vergangene Woche sagte Spanien die Aufnahme von 500 unbegleiteten Mädchen auf dem Festland zu.

  • Über diese Aufnahme gibt es Streit in der spanischen Politik. Vorwürfe der Opposition, die Behörden hätten Warnungen im Vorfeld ignoriert, wies eine Sprecherin zurück.

➡️ Mehr über die EU-Außengrenzen in Nordafrika: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3163

Viele Grüße
Deine bpb Social Media Redaktion

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