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Kasachstan | Deine tägliche Dosis Politik | bpb.de

26. August 2026

Kasachstan Deine tägliche Dosis Politik

Der Präsidentenpalast in Kasachstan Hauptstadt Astana. Präsident Toqajew hatte die Verfassungsänderung von März 2026 angestoßen. (© picture-alliance, photothek.de / Thomas Trutschel)

Guten Morgen,

am Sonntag fanden in Kasachstan nach einer Verfassungsreform vorgezogene Parlamentswahlen statt.

🇰🇿 Kasachstan

  • Mit einer Fläche von ca. 2,7 Mio. km² ist Kasachstan das neuntgrößte Land und der größte Binnenstaat der Welt. Etwa 20 Mio. Menschen leben dort.

  • Staatsoberhaupt der präsidialen Republik ist seit 2019 Qassym-Schomart Toqajew. Große Rohstoffvorkommen (u.a. Öl, Gas, Mineralien) machen Kasachstan zur stärksten Volkswirtschaft Zentralasiens.

  • Die ehemalige Sowjetrepublik ist ein Verbündeter Russlands und unterhält enge Beziehungen zu China. Aber auch Deutschland und die EU sind wichtige Handelspartner.

📜 Verfassungsreform

  • Bei einem Referendum im März stimmten laut offiziellen Angaben rund 87 % für eine neue Verfassung.

  • Die Reform sah die Abschaffung des Senats vor: Das Parlament besteht seit dem 1. Juli nicht mehr aus zwei Kammern, sondern nur noch aus einer. Laut Regierung sollte dies das Parlament stärken.

  • Kritiker/-innen wenden ein, dass v. a. die Macht des Präsidenten ausgebaut wurde: Er kann nun Spitzenpositionen ohne Zustimmung des Parlaments besetzen, das Parlament auflösen und selbst nur wegen Hochverrats seines Amtes enthoben werden.

🗳️ Aktuell

  • Bei der Parlamentswahl kam die vom Präsidenten unterstützte Regierungspartei Adilet auf 71 % der Stimmen. Etwa 12,6 Mio. Menschen waren wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 74 %.

  • Zur Wahl traten 7 Parteien an, die als loyal dem Präsidenten gegenüber gelten. Mehrere Oppositionsgruppen wurden verboten. Unabhängige Kandidaturen sind seit der Reform ausgeschlossen.

  • Die NGO Human Rights Watch kritisierte die Verfassungsreform: Neue Regelungen könnten die Meinungs- und Versammlungsfreiheit stark einschränken. Medienschaffende seien bereits Repressionen ausgesetzt.

➡️ Mehr zur jüngeren Geschichte Kasachstans: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3164

Viele Grüße
Deine bpb Social Media Redaktion

Fussnoten

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