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heute ist der Tag der Russlanddeutschen. Woran erinnert der Gedenktag?
📜 Stalin-Erlass
Am 28.8.1941 trat der Stalin-Erlass in Kraft: Fast 900.000 Russlanddeutsche wurden in die entlegenen Regionen Sibiriens und Kasachstans deportiert. Damit reagierte der sowjetische Diktator Stalin auf den Überfall NS-Deutschlands auf die Sowjetunion (UdSSR) am 22.6.1941.
Rund 350.000 Menschen mussten Zwangsarbeit leisten. Tausende starben an den Folgen oder durch Vertreibung und Hunger.
Die Sowjetführung warf pauschal allen Russlanddeutschen vor, mit den Nazis zu kollaborieren. Diese Anschuldigung nahm sie erst 1964 zurück.
🕰️ Historischer Hintergrund
Als Russlanddeutsche werden Nachfahren von Siedler/-innen aus dem deutschsprachigen Mitteleuropa bezeichnet, die sich ab Mitte des 18. Jahrhunderts im russischen Zarenreich niedergelassen hatten.
Im Ersten Weltkrieg wurden Russlanddeutsche als „innerer Feind“ diffamiert und verfolgt. Unter Stalin wurden sie ab den 1930er Jahren erneut gezielt terrorisiert.
Bereits in den frühen 1920er Jahren wanderten zahlreiche Russlanddeutsche nach Deutschland (Dtl.) aus. Vor allem ab den 1980er Jahren kamen Hunderttausende nach Dtl.
👩🦰 Eine heterogene Gruppe
Heute leben rund 2,7 Mio. (Spät-)Aussiedler/-innen in Dtl. Entgegen dem Klischee stammen viele nicht aus Russland, sondern aus Kasachstan, der Ukraine oder anderen postsowjetischen Staaten.
Die Identität vieler, vor allem jüngerer Russlanddeutscher ist von vielfältigen Erfahrungen und Einflüssen geprägt – von postsowjetischer Familiengeschichte, Mehrsprachigkeit und dem Leben in Deutschland.
Zwar wird Teilen der Gruppe eine zu große Russlandnähe nachgesagt. Gleichzeitig engagieren sich viele Russlanddeutsche aktiv für ukrainische Geflüchtete.
➡️ Mehr über Russlanddeutsche erfährst du unter Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3165
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