☕ Guten Morgen,
nach einem Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung wurden sensible Daten veröffentlicht. Was ist passiert?
💻🌐 Cyberangriff
Ein Cyberangriff zielt darauf ab, Computer oder Netzwerke anzugreifen. Dabei können z.B. Daten gestohlen, Zugänge gesperrt oder Systeme beschädigt werden.
Im August verschafften sich Hacker Zugriff auf das Berliner Landesnetz und schöpften teils hochsensible Daten aus den Senatsverwaltungen für Bauen und Verkehr ab.
Für den Leak wird die Gruppe Rhysida verantwortlich gemacht. Sie ist seit 2021 aktiv und ist laut dem Bundesinnenministerium grundsätzlich finanziell motiviert.
📂📄 Geleakte Daten
Welche Daten genau abgeflossen sind, ist noch unklar. IT-Forensiker/-innen sind weiterhin mit der Auswertung beschäftigt. Zudem wird aktuell ermittelt, wo noch Schwachstellen vorliegen.
Nach einem verstrichenen Ultimatum mit einer Lösegeldforderung von 30 Bitcoin, umgerechnet ca. 2 Mio.€, wurden fast 6 Terabyte an Daten im Darknet veröffentlicht.
Darunter sind personenbezogene Daten wie Personalakten und Gehaltsabrechnungen. Zudem wurden sensible Informationen geleakt, u.a. Pläne zum Zivilschutz und für den Verteidigungsfall sowie zu schützenswerten Einrichtungen wie Gefängnissen und Rüstungsunternehmen.
🔐 IT-Sicherheit
Der Lagebericht des Bundesamtes für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) zeigt: Die IT-Sicherheitslage ist angespannt. Mit der zunehmenden Digitalisierung wüchsen Angriffsflächen, viele davon seien schlecht geschützt.
Das BSI warnt davor, dass die Veröffentlichung von sicherheitsrelevanten Informationen die Bedrohungslage erhöhen könnte.
Die Bundesregierung hat kürzlich das Programm „CyberGovSecure“ beschlossen. Es soll künftig einheitlich hohe Sicherheitsstandards gewährleisten und die Bundesverwaltung besser schützen.
➡️ Brauchen wir einen Notfallplan?
Viele Grüße
Deine bpb Social Media Redaktion