Eröffnung der Konferenz in Jerewan (Armenien) am 18.10.2026. COP steht für “Conference of the Parties” (dt. “Vertragsstaatenkonferenz”) und bezeichnet die höchste Entscheidungsinstanz zu einem internationalen Abkommen. Daher gibt es COPs zu verschiedenen Themenbereichen. (© picture-alliance, Xinhua News Agency | Chen Junfeng)
Eröffnung der Konferenz in Jerewan (Armenien) am 18.10.2026. COP steht für “Conference of the Parties” (dt. “Vertragsstaatenkonferenz”) und bezeichnet die höchste Entscheidungsinstanz zu einem internationalen Abkommen. Daher gibt es COPs zu verschiedenen Themenbereichen. (© picture-alliance, Xinhua News Agency | Chen Junfeng)
☕ Guten Morgen,
diese und nächste Woche findet die Biodiversitätskonferenz in Armenien statt. Worum geht es?
💼💬 Konferenz
Bei der 17. UN-Konferenz zur biologischen Vielfalt kommen Vertreter/-innen aus rund 200 Ländern zusammen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich der Schutz der Biodiversität beschleunigen lässt. Außerdem sollen die Vereinbarungen des Globalen Biodiversitätsrahmens von 2022 überprüft werden.
Schätzungen zufolge sind weltweit eine Mio. Arten vom Aussterben bedroht. Mehr als 30.000 Arten stehen auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion, in Europa etwa 1.600.
📋🌏 Biodiversitätsrahmen
Mit dem Abkommen haben sich die Staaten auf 23 Ziele verständigt, die sie bis 2030 erreichen wollen.
Ein zentrales Ziel ist, jeweils mind. 30 % der weltweiten Land- und Meeresflächen unter Schutz zu stellen. 2024 waren rund 17 % der Landflächen und 8 % der Meere geschützt.
Die Länder verpflichteten sich außerdem, mehr Geld in den Schutz der Artenvielfalt zu investieren und die Risiken für die Natur durch Pestizide und Düngemittel bis 2030 zu halbieren.
🚧 Herausforderungen
Ein UN-Bericht zeigt, dass die Umsetzung der Ziele zu langsam vorankommt. Ein wesentlicher Grund sei die unzureichende Finanzierung des Naturschutzes.
Beim Flächenschutz werden bislang nicht alle Lebewesen ausreichend berücksichtigt, z.B. Pilze. Das soll sich bei der diesjährigen Konferenz ändern.
In Deutschland befinden sich laut einer wissenschaftlichen Analyse nur 6 % der untersuchten Lebensräume und 4 % der Arten in einem „günstigen Zustand“. Als wesentliche Ursache dafür gilt die intensive Landwirtschaft.
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