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02. November 2026

Auf Endlagersuche Deine tägliche Dosis Politik

⛅ Guten Morgen,

die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat vergangene Woche einen neuen Arbeitsstand zur Suche eines Endlagers für hochradioaktiven Atommüll veröffentlicht.

🗞️ Aktueller Stand

  • Laut der BGE wurde die Standortsuche für ein Endlager auf weniger als 5 % des deutschen Landesgebiets eingegrenzt.

  • Diese Flächen werden 2027 weiter geologisch geprüft. Andere sind bereits abschließend bewertet und ausgeschlossen worden.

  • 2020 galten noch rund 54 % der Fläche Deutschlands als potenziell geeignet für einen Endlager-Standort. Seitdem wurde die Suche anhand von immer strengeren Sicherheitsanforderungen weiter eingegrenzt.

Die farbliche Darstellung macht sichtbar, welche Gebiete nach dem aktuellen Arbeitsstand weiter betrachtet werden (türkis) und welche nicht (hellgrün, gelb und orange). Die türkis eingefärbten Gebiete werden 2027 durch Bewertungsschritte weiter eingegrenzt. Quelle: Bundesgesellschaft für Endlagerung Geodatenbasis © GeoBasis-DE / BKG 2025

🔎📍 Suchprozess

  • 2013 beschloss der Bundestag das Standortauswahlgesetz. Ziel ist, in einem transparenten und wissenschaftlich fundierten Prozess ein Endlager zu finden.

  • Die Suche gliedert sich in 3 Phasen: Ermittlung von Standortregionen durch die Auswertung geologischer Daten, Eingrenzung durch Oberflächen-Erkundungen, unterirdische Untersuchung von mindestens zwei Standorte als Basis für eine Entscheidung.

  • Ursprünglich war geplant, bis 2031 einen Standort zu finden. Aufgrund der Komplexität des Verfahrens wird mittlerweile 2050 angepeilt. Laut Fachleuten könnte es aber noch erheblich länger dauern.

📋🔓 Kriterien

  • Das Endlager soll für 1 Mio. Jahre Sicherheit bieten, mindestens 300 Meter unter der Erde liegen und von einer 100 Meter dicken Schicht aus Granit, Salz oder Ton umgeben sein.

  • Die geologische Sicherheit hat Priorität. Das bedeutet, dass z. B. Regionen, in denen Erbeben oder Vulkanismus erwartbar sind oder wo es tiefgreifende Bergwerke oder junge Grundwasservorkommen gibt, ausgeschlossen sind.

  • Sekundäre Kriterien wären genügend Abstand zu Wohngebieten sowie bedeutenden Natur- und Kulturgütern.

➡️ Mehr zur Endlagersuche hörst du in unserem Podcast: Interner Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3226

Viele Grüße
Deine bpb Social Media Redaktion

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