Schultafel

31.10.2019 | Von:
Bettina Zurstrassen

Auch das Berufliche ist politisch

Zum Zusammenhang von politischer Sozialisation und beruflichem Lernen

PDF-Icon Präsentation Zurstrassen zum Vortrag vom 2.12.2019 zum Download
PDF-Icon Beitrag von Frau Prof. Zurstrassen zum Download

Die bpb/KMK Fachtagung 2019 fand am 2.12.2019 zum Thema "Politische Bildung an beruflichen Schulen. Stand und Perspektiven" statt. Der Eröffnungsvortrag von Frau Prof. Zurstrassen (Auch das Berufliche ist politisch. Zum Zusammenhang von politischer Sozialisation und beruflichem Lernen) wurde aufgezeichnet und ist hier noch einmal abzurufen. (© bpb)

Didaktik der arbeitswelt- und berufsbezogenen politischen Bildung

Seit Jahrzehnten zeigt die arbeitssoziologische und berufspädagogische Forschung immer wieder einen engen Zusammenhang zwischen Berufsarbeit, Persönlichkeitsentwicklung und politischen Einstellungen auf (vgl. Blankertz 1963; Weinbrenner 1987a, b; Kutscha 2003; Faulstich 2004; Baethge 2018). Der Beruf ist immer noch eine zentrale Dimension der sozialstrukturellen Verortung einer Person und der hiermit einhergehenden Lebenschancen. Ferner wirkt das Werte- und Normsystem eines Berufes persönlichkeitsbildend.

Die Auseinandersetzung mit der politischen, ethischen und sozialen Dimension des beruflichen Handelns ist für die Herausbildung einer beruflichen und persönlichen Ethik und Identität unerlässlich, denn
  • eine Vielzahl der Probleme unserer Zeit wird (auch) durch Berufsarbeit hervorgebracht (Beck/Brater/Daheim 1980, S. 236).
  • gesellschaftliche Verhältnisse werden durch berufliches Handeln produziert und reproduziert.
  • berufliches Handeln als Unternehmer*in wie auch als Arbeitnehmer*in ist daher diskursiv eingebettet und legitimationsbedürftig.
Politische Bildung ist zudem Bestandteil der beruflichen Qualifikation, da politische Entscheidungen direkte und mittelbare Auswirkungen auf den Beruf und die Arbeitswelt haben, zu denen sich Arbeitnehmer*innen (und auch Unternehmer*innen) verhalten müssen (z.B. die Debatte und Gesetze zum Klimaschutz).

In Anbetracht der Befunde der Arbeits- und Organisationssoziologie sowie der Berufspädagogik und der Politikdidaktik erstaune es, so konstatierte Weinbrenner 1987, wie wenig die politische Didaktik für berufliche Schulen auf einen Berufs- und Arbeitsweltbezug ausgelegt sei (Weinbrenner 1987a, S. 23; ebenso Becker 1970, S. 77). Der Befund hat weiterhin Gültigkeit. Mit dem Konzept der "Arbeits- und berufsorientierten politischen Bildung" hat Weinbrenner (1987b) einen berufsschulspezifischen fachdidaktischen Ansatz vorgelegt, der dieses Defizit zu beheben versucht. Intention des Konzepts der "Arbeits- und berufsorientierten politischen Bildung" ist es, Lernende in der beruflichen Bildung zu unterstützen, sich in Arbeitswelt und Gesellschaft zu orientieren. Sie sollen durch die Auseinandersetzung mit der politisch-sozialen Dimension des beruflichen Handelns politische Mündigkeit erwerben, die auch maßgeblich ist für berufsethisches Handeln.

Kritiker des Konzepts der "Arbeits- und berufsorientierten politischen Bildung" beklagen oder befürchten eine Verzweckung politischer Bildung im Sinne beruflicher Nützlichkeit oder eine Verdrängung politischer Inhalte. Diese Argumentation ist nicht von der Hand zu weisen. Die aktuelle berufspädagogisch-curriculare Verengung auf den praktischen Vollzug von beruflichen Arbeitsprozessen [1] höhlt den ganzheitlich pädagogischen Auftrag der berufsbildenden Schulen zunehmend aus (KMK 2018, S. 17).

Betriebe als politischer Erfahrungsraum

Nimmt man jedoch politikdidaktische Prinzipien wie die Subjekt-/Schülerorientierung und Lebensweltorientierung (im Sinne von Schütz 1974) ernst, dann kommt politische Bildung an berufsbildenden Schulen nicht umhin, die Berufs- und Arbeitswelt als eine kleine Teillebenswelt (Zurstrassen/Wittau 2017) zu berücksichtigen. Sie hat eine erhebliche Bedeutung für die Deutung und Wahrnehmung von Welt. Das besagt nicht, dass andere Teillebenswelten gänzlich ausgeklammert werden sollen, zumal die Grenzen zunehmend verwischen (Bröckling 2007).

Nahezu alle gesellschaftlichen Schlüsselprobleme wie z. B. Rassismus, soziale Ungleichheit, Klimaschutz, politische Gewalt und Konflikte spiegeln sich auch in der Arbeitswelt. Gesellschaftliche Probleme und Konflikte werden in der Arbeitswelt produziert, aber auch in die Arbeitswelt hineingetragen und dort wirksam.

Vor allem zielt das Konzept der "Arbeits- und berufsorientierten politischen Bildung" auf die Befähigung zu politischer Mündigkeit (Zurstrassen 2017) – nicht nur, aber vor allem auch in der Arbeitswelt und im Beruf. Es handelt sich um die Teillebenswelt, in der das Ringen um (betriebliche) Mitbestimmung historisch immer wieder erkämpft werden musste und muss. Es handelt sich zugleich aber auch um eine Teillebenswelt, in der die betriebliche Mitbestimmung und die gelebte Praxis einer Sozial- wie Konfliktpartnerschaft kollektive politische Wirksamkeitserfahrungen eröffnen, durch die sich Auszubildende als fähig erleben, gemeinsam politisch etwas erreichen zu können (vgl. Rosa 2016, S. 275; Mays 2018). Die politischen Erfahrungen der Auszubildenden, insbesondere in Branchen mit einem hohen gewerkschaftlichen Organisationsgrad (vgl. von Ollberg 1988, S. 132)[2], tragen nicht nur dazu bei, dass das politische Interesse und Engagement der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zunimmt, sondern, ausgehend von der Spillover-These insgesamt das politische Interesse und Partizipation gefördert wird (Mays 2018, S. 421).

Angesichts der sozialstrukturellen Zusammensetzung der Schülerschaft an berufsbildenden Schulen und ihrer Betroffenheit von der bestehenden sozialen Ungleichheit in Bezug auf die Dimensionen politischer Bildungschancen und Wissen, politischer Partizipation, politischer Machtchancen und der Herausbildung politischer Wirksamkeitsgefühle (Abs/Hahn-Laudenberg 2017; Hoskins/Janmaat//Melis 2017; Roßteutscher/Schäfer 2016; Schäfer/Vehrkamp/Gagné 2013), sind Betriebe vor allem auch für junge Menschen aus "politikdistanzierten" sozialen Milieus ein bedeutsamer politisch-demokratischer Erfahrungs- und Wirkungsraum. Weinbrenner spricht daher von "Politik lernen im Beruf". Der Politischen Bildung kommt die Aufgabe zu, die Lernenden hierzu zu befähigen und sie zu begleiten.

Charakter politischer Bildung an berufsbildenden Schulen

Die arbeits- und berufsorientierte politische Bildung muss nach Weinbrenner einerseits einen antizipatorischen Charakter haben, indem sie Jugendliche bereits im allgemeinbildenden Schulsystem unterstützt, Berufsperspektiven zu entwickeln. Berufsorientierung beinhaltet vor allem auch die kritisch-reflexive Auseinandersetzung mit den Strukturen, Ansprüchen und Herrschaftsmomenten und Handlungsspielräumen des Beschäftigungssystems (Weinbrenner 1987, S. 17, Zurstrassen 2019, S. 140-141). Ihre Aufgabe ist es zudem, die Möglichkeiten der Solidarität und des kollektiven Handelns (auch, aber nicht nur auf den Arbeitsmärkten) aufzuzeigen.

Kompensatorisch soll politische Bildung an berufsbildenden Schulen andererseits ansetzen, indem die in den Betrieben gemachten sozialen und politischen Erfahrungen, Probleme und Konflikte aufgegriffen werden. Den Lernenden werden Möglichkeiten eröffnet, die Erfahrungen in der Arbeitswelt politisch zu analysieren, einzuordnen und beurteilen zu können. Hierdurch wird, wie oben bereits erwähnt, die Entwicklung von Berufsethos und -identität gefördert.

Da dieses Vorgehen teilweise Unbehagen auslöst – Lehrkräfte und Lernende befürchten Konflikte mit den Betrieben –, bietet es sich an, in Lehrlernmaterialien "berufsfeldtypische Problem- und Konfliktlagen" zu identifizieren und diese z. B. fallanalytisch aufzuarbeiten. In der bpb-Publikation "Auch das Berufliche ist politisch" wurden 2012 erste Beispiele dazu erarbeitet.

Politisches Lernen im Lernfeldansatz

Das politikdidaktische Konzept der "Arbeits- und berufsorientierten politischen Bildung" ist ausgesprochen anschlussfähig mit dem Lernfeldansatz, vor allem mit der KMK-Konzeption, die bis 2010 Bestand hatten. Beide didaktischen Konzeptionen basieren auf Robinsohns (1967) curricularen Ansatz der Situationsorientierung und sind, wenn auch nicht explizit darauf Bezug genommen wird, an die Schütz´sche Handlungstheorie anschlussfähig.
In der Handreichung der KMK für die Erarbeitung von Rahmenlehrplänen (aktualisiert 2018) wird die Bedeutung des Politischen, der sozialen und ethischen Aspekte der Lebens- und Arbeitswelt mehrfach hervorgehoben, z. B. in folgenden Textstellen:

Der Lernfeldansatz als didaktisches Leitprinzip wird in der Handreichung wie folgt begründet:
    "Die Mehrdimensionalität, die Handlungen in einer zunehmend globalisierten und digitalisierten Lebens- und Arbeitswelt kennzeichnet (z. B. ökonomische, ökologische, rechtliche, naturwissenschaftliche, fach- und fremdsprachliche, kommunikative, soziale und ethische Aspekte), erfordert eine breitere Betrachtungsweise als die Perspektive einer einzelnen Fachdisziplin"
    (KMK 2018, S. 11).
Ferner soll die Berufsschule ein differenziertes Bildungsangebot bereithalten, um die Lernenden bei der
    "nachhaltige(n) Entwicklung der Arbeits- und Lebenswelt und eine(r) selbstbestimmte(n) Teilhabe an der Gesellschaft" zu unterstützen"
    (ebd., S. 14-15).
Im Absatz "Didaktische Grundsätze" wird ausgeführt:
    "die Handlungen (, die in den Lernsituationen bearbeitet werden sollen – BZ) greifen die Erfahrungen der Lernenden auf und reflektieren sie in Bezug auf ihre gesellschaftlichen Auswirkungen"
    (ebd., S. 17).
Gut 20 Jahre nach Einführung des Lernfeldansatzes muss man jedoch konstatieren, dass von einer systematischen, didaktisch reflektierten und theoriegeleiteten Implementierung der politischen Bildung in die Bildungspläne oft keine Rede sein kann. Das gilt ebenso für die davon abgeleiteten Lernfelder und die in den Schulen konzeptualisierten Lernsituationen.

Die politische Bildung, wie der allgemeinbildende Unterricht insgesamt, ist durch die Fokussierung auf ein zunehmend auch handlungstheoretisch verengtes Konzept der Arbeitsprozessorientierung (KMK 2018) noch weiter an den Rand gedrängt worden.

In seiner Analyse zum Beitrag der Arbeits- und Berufssoziologie zur Berufsbildungsforschung spricht Baethge diese Problematik an. Er fordert die Berufsbildungsforschung auf, und meines Erachtens sollte sich hier auch die Bildungspolitik angesprochen fühlen, sich mehr an der Arbeits- und Berufssoziologie zu orientieren, die dazu beitragen könne, die
    "bisweilen zu eng arbeitsprozesslich gefasste(n) Berufsbilder und Qualifizierungskonzepte durch Reflexion komplexerer Arbeitssituationen und Einbeziehung systemischer Perspektiven der institutionellen und gesellschaftlichen Kontexte zu erweitern"
    (2018, S. 19-20).
Diese Forderung entspricht konzeptionell weitgehend Weinbrenners Ansatz. In den letzten 30 Jahren wurde es vielfach versäumt, die politische Bildung an berufsbildenden Schulen weiterzuentwickeln. Die Implementation der politischen Bildung im Lernfeldansatz scheitert jedoch auch an der unzureichenden fachlichen Expertise in Lehrplankommissionen und an den berufsbildenden Schulen. Der extrem hohe Anteil nicht fachgerecht erteilten Unterrichts in der politischen Bildung geht zu Lasten der Weiterentwicklung des Unterrichtsfaches und zum Nachteil der Lernenden, denen demokratische Sozialisations- und Entwicklungschancen hin zur politischen Mündigkeit und die Herausbildung einer Berufsethik und -identität erschwert, wenn nicht (teilweise) sogar vorenthalten werden.

Literatur

Baethge, Martin (Verf.). Bundesinstitut für Berufsbildung (Hrsg.) (2018): Der Beitrag der Arbeits- und Berufssoziologie zur Berufsbildungsforschung. Online verfügbar unter: https://www.bibb.de/dokumente/pdf/AG_BFN_Beitrag_Baethge.pdf (abgerufen am 19.10.2019).

Beck, Ulrich/Brater, Michael/Daheim, Hans-Jürgen (1980): Soziologie der Arbeit und der Berufe. Grundlagen, Problemfelder, Forschungsergebnisse. Reinbek.

Becker, Egon u.a. (1970): Erziehung zur Anpassung? Eine soziologische Untersuchung der politischen Bildung in den Schulen. Schwalbach/Ts.

Blankertz, Herwig (1963): Berufsbildung und Utilitarismus. Düsseldorf.

Faulstich, Peter (2004): Die Desintegration von "politischer" und "beruflicher" Bildung in Deutschland ist immer schon problematisch gewesen und heute nicht mehr haltbar. In: Hufer, Klaus-Peter/Pohl, Kerstin/Scheurich, Imke (Hrsg.): Positionen der politischen Bildung 2. Ein Interviewbuch zur außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung. Schwalbach/Ts., S. 80-99.

Fischer, Martin/Bauer, Waldemar (2007): Konkurrierende Konzepte für die Arbeitsprozessorientierung in der deutschen Curriculumentwicklung. In: Europäische Zeitung für Berufsbildung. Nr. 40, 2007/1, S. 157-176. Online verfügbar unter: http://www.cedefop.europa.eu/files/etv/Upload/Information_resources/Bookshop/468/40_de_fischer.pdf (abgerufen am 14.02.19).

Hoskins, Bryony/Janmaat, Jan G./Melis, Gabrielle (2017): Tackling inequalities in political socialisation. A systematic analysis of access to and mitigation effects of learning citizenship at school. In: Social Science Research, 68, S. 88-101. Online verfügbar unter: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0049089X16304458?via%3Dihub (abgerufen am 14.9.2019).

KMK (2018): Handreichung für die Erarbeitung von Rahmenlehrplänen der Kultusministerkonferenz für den berufsbezogenen Unterricht in der Berufsschule und ihre Abstimmung mit Ausbildungsordnungen des Bundes für anerkannte Ausbildungsberufe. Online verfügbar unter: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/2011/2011_09_23-GEP-Handreichung.pdf (abgerufen am 15.10.2019).

Mays, Anja (2018): Fördert Partizipation am Arbeitsplatz die Entwicklung des politischen Interesses und der politischen Beteiligung? Eine Analyse mit SOEP – Daten, in: Zeitschrift für Soziologie, Heft 47(6), S. 418-437.

Ollberg, Hans-Joachim von (1988): Sozialisationsbedingungen als Faktoren für politisches Lernen in berufsbildenden Schulen, in: Gagel, Walter/Menne, Dieter (Hrsg.): Politikunterricht. Handbuch zu den Richtlinien NRW. Opladen, S. 123-138.

Rosa, Harmut (2016). Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung. Berlin.

Schäfer, Armin/Vehrkamp, Robert/Gagné, Jérémie Felix (2013): Prekäre Wahlen. Milieus und soziale Selektivität der Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2013. Gütersloh. Online verfügbar unter: http://www.wahlbeteiligung2013.de/fileadmin/Inhalte/Studien/Wahlbeteiligung-2013-Studie.pdf (abgerufen am 20.10.2019).

Weinbrenner, Peter (1987a): Berufsarbeit und politische Bildung, in: bpb (Hrsg.): Politische Bildung an Berufsschulen. Bonn, S. 11-38.

Weinbrenner Peter (1987b): Prinzipien und Elemente einer zukunftsorientierten, arbeits- und berufsbezogenen Politischen Didaktik in: Ders. (Hrsg.): Zur Theorie und Praxis der politischen Bildung an berufsbildenden Schulen. Alsbach, S. 1-30.

Zurstrassen, Bettina (2017): Mündigkeit in der Arbeitswelt – Politisches Lernen in der beruflichen Bildung, in: Greco, Sarah A./Lange, Dirk (Hrsg.): Emanzipation. Zum Konzept der Mündigkeit in der Politischen Bildung. Schwalbach/Ts., S. 139-152.

Zurstrassen, Bettina (2012): Politisches Lernen in der beruflichen Bildung. In: bpb (Hrsg.): Auch das Berufliche ist politisch. Bonn, S. 9-31.

Zurstrassen, Bettina/Wittau, Franziska (2017): Lebenswelt und Arbeitswelt – lebensweltliche Bezüge in der Berufsbildung. In: Oeftering, Tonio/Oppermann, Julia/Fischer, Andreas (Hrsg.): Der „fachdidaktische Code“ der Lebenswelt- und/oder Situationsorientierung. Fachdidaktische Zugänge zu sozialwissenschaftlichen Unterrichtsfächern sowie zum Lernfeldkonzept. Hohengehren, S. 137-152.

Fußnoten

1.
Ich spreche hier bewusst nicht von der „Didaktik der Arbeitsprozessorientierung“, weil die meisten theoretischen Konzeptionen deutlich elaborierter sind als ihre Auslegung in vielen Lehrplänen. In vielen Konzepten der arbeitsprozessorientierten Didaktik ist die Auseinandersetzung mit der politischen Dimension der Arbeitswelt und des Berufshandelns integrativer Bestandteil (Fischer/Bauer 2007).
2.
Zur Bedeutung des gewerkschaftlichen Engagements bei der politischen Sozialisation von Auszubildenden bedarf es weiterer, aktuellerer Studien aus der politischen Einstellungs- und Sozialisationsforschung.

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