Frau in Videothek vor Regal mit DVDs

28.5.2002

In jenen Tagen

Man stelle sich vor, ein Autowrack blicke zurück auf ein wechselhaftes Leben voller Überraschungen. Was mag dabei herauskommen? Eine ganze Menge, zumindest wenn der Regisseur Helmut Käutner ("Der Hauptmann von Köpenick") heißt.

Regie: Helmut Käutner/Ernst Schnabel
Buch: Helmut Käutner
Produktion: Camera Filmproduktion GmbH, Bundesrepublik Deutschland 1947
Format: 111 Min. - VHS-Video - s/w
Lizenz: alte Bundesländer einschließlich Berlin (West)
Stichworte: Deutschland 1933-1945 - Judenverfolgung - Weltkrieg II - Widerstand
FSK: 16 Jahre
Kategorie: Spielfilm

Inhalt: In sieben Episoden erzählt ein Autowrack sein Schicksal und das seiner Besitzer in den Jahren 1933 bis 1945. Da sind der politische Gegner, der bei der Machtübernahme Hitlers fliehen muß, der "entartete" Komponist, der Berufsverbot erhält, der kleine Kunsthändler, der zusammen mit seiner jüdischen Frau in der "Reichskristallnacht" in den Selbstmord getrieben wird, der Widerstandskämpfer, der "auf der Flucht" erschossen wird, der Soldat im eisigen Rußland-Winter, die noble alte Dame, die der Sippenhaft anheimfällt, weil ihr Sohn zu den Männern des 20. Juli gehört, und schließlich die junge Frau mit Kind aus dem Elendszug der Flüchtlingstrecks, der ein fremder Landser weiterhilft. Der Film führt die Zeit des Nationalsozialismus eindringlich vor Augen, die dargestellten Schicksale "packen" den Zuschauer und regen zum Nachdenken an.


Das Internet hat unsere Kommunikationskultur nachhaltig verändert – vor allem für Jugendliche, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind. Kinofenster.de untersucht, wie das Smartphone den Alltag der Digital Natives prägt, welche Bedeutung die Neuen Medien für die Bildung und wie sie Eingang in filmische Erzählwelten gefunden haben. Passend zum Thema gibt es Unterrichtsmaterial von der Grundschule bis zur Oberstufe.

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Dossier

Film

Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden.

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