Frau in Videothek vor Regal mit DVDs

28.5.2002

Jene Tage im Juni

Der deutsche Aufstand 1953

Sie lehnten sich auf gegen Unterdrückung durch das stalinistische Herrschaftssystem in der DDR. Zahllose Arbeiter gingen am 17. Juni 1953 auf die Straße und die Barrikade - bis sich ihnen sowjetische Truppen in den Weg stellten.

Buch: Jürgen Rühle, Peter Schultz
Produktion: Studio Hamburg für SFB/WDR, Bundesrepublik Deutschland 1983
Format: 90 Min. - VHS-Video - farbig und s/w
Stichworte: DDR - Geschichte - Kommunismus - Marxismus - Widerstand
FSK: 6 Jahre
Kategorie: Fernsehdokumentation



Inhalt: Der Film stellt sehr umfassend Vorgeschichte, Verlauf und Niederschlagung des Aufstandes in Ostberlin und der DDR am 16./17. Juni 1953 dar. Zahlreiche Zeitzeugen, Journalisten und unmittelbar Beteiligte schildern 30 Jahre danach ihre Erlebnisse.

Zentrale Bedeutung im Film haben die Zeitzeugen, solche, die aktiv am Geschehen beteiligt waren, und solche, die die politischen Entscheidungsprozesse mitbestimmten. Der Film geht der Frage nach, ob der Aufstand von außen angezettelt wurde, er verdeutlicht die Illusion der am Juniaufstand Beteiligten, die Sowjetunion aus ihrem Angriff auf die Staatspartei SED ausklammern zu können, und geht auf die Haltung der Großmächte angesichts der Konfliktsituation ein: Anders als 1989 war die Sowjetunion bei passiver Einstellung der Westmächte 1953 zu aktivem Eingreifen bereit. Aufgrund seiner Datenfülle und der Komplexität der Darstellung ist der Einsatz des Filmes eigentlich nur in Seminaren sinnvoll. Er setzt Grundkenntnisse der deutschen Nachkriegsgeschichte sowie der Beziehungen der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges nach 1945 voraus.


Das Internet hat unsere Kommunikationskultur nachhaltig verändert – vor allem für Jugendliche, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind. Kinofenster.de untersucht, wie das Smartphone den Alltag der Digital Natives prägt, welche Bedeutung die Neuen Medien für die Bildung und wie sie Eingang in filmische Erzählwelten gefunden haben. Passend zum Thema gibt es Unterrichtsmaterial von der Grundschule bis zur Oberstufe.

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Dossier

Film

Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden.

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