Frau in Videothek vor Regal mit DVDs

28.5.2002

Leben in zwei Welten

Jugend in Israel

Eine schöne Kindheit und Jugendzeit zu erleben wünscht sich jeder von uns, frei nach dem Motto: Miteinander statt Gegeneinander. Drei Mädchen aus Israel und drei palästinensische Jungen versuchen es, obwohl sie dort aufwachsen, wo Lebensgefahr herrscht: im Hexenkessel Nahost.

Regie u. Buch: Heike Mundzeck
Produktion: Allcom Film + AV GmbH, Hamburg, Bundesrepublik Deutschland, 1994
Format: 53 Min. - VHS-Video - farbig
Stichworte: Israel - Jugend - Nahostkonflikt - Palästina
FSK: 6 Jahre
Kategorie: Dokumentarfilm



Inhalt: Sarit, Daniella, Dana und Carmel besuchen gemeinsam die 12. Klasse einer Jerusalemer Oberschule. Mit 18 Jahren wird ihre Militärzeit beginnen (Mädchen 22 Monate, Jungen 3 Jahre), Vorbedingung, um einen Platz in Israels westlich orientierter Gesellschaft zu finden, die geprägt ist von Leistungsstreben, dem Kampf um Frieden und Sicherheit sowie von der Erinnerung an die Schrecken des Holocaust.

Alá, Nidal und Jack leben in den israelisch besetzten Gebieten. Ihr Dasein wird bestimmt von Rechtsunsicherheit und einer Vielzahl von Einschränkungen, denen sie als junge Palästinenser ausgesetzt sind. Der Kampf gegen die israelische Besatzungsmacht, für das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser ist für sie auch ein Kampf um die eigene, ganz persönliche Zukunft.

Heike Mundzeck durfte die Jugendlichen eine kurze Wegstrecke lang in Schule, Arbeitsleben, Zuhause und Freizeittreffs begleiten und gewann dabei Einblicke in ihre Ängste und Hoffnungen, Erfahrungen und Lebenseinstellungen. Das immer wieder gefährdete Bemühen um eine friedliche Koexistenz von Israelis und Palästinensern offenbart sich im Kleinen wie im Großen: Während sich Sarit und Alá gemeinsam in der "Peace-Now"-Bewegung engagieren, wird im Herbst 1993 das israelisch-palästinensische Friedensabkommen unterzeichnet. Dieser Film über Jugendliche für Jugendliche eignet sich besonders als Einstieg in eine vertiefende Erörterung des Nahostkonflikts sowie der Geschichte und aktuellen politischen Situation Israels.


Das Internet hat unsere Kommunikationskultur nachhaltig verändert – vor allem für Jugendliche, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind. Kinofenster.de untersucht, wie das Smartphone den Alltag der Digital Natives prägt, welche Bedeutung die Neuen Medien für die Bildung und wie sie Eingang in filmische Erzählwelten gefunden haben. Passend zum Thema gibt es Unterrichtsmaterial von der Grundschule bis zur Oberstufe.

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Dossier

Film

Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden.

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