Wohin mit der Geschichte?

Ein Dokumentarfilm von Hans Christian Post (D 2020, 63 Min.)

Das Stadtbild der sächsischen Landeshauptstadt Dresden ist ein Symbol dafür, wie historische Architektur mit Bedeutung besetzt werden kann. Der Dokumentarfilm untersucht die städtebaulichen Entscheidungen der Stadt und fragt nach einem möglichen Zusammenhang zu aktuellen politischen Entwicklungen.

Inhalt

Dresden gilt seit seiner Zerstörung im Februar 1945 weltweit als Symbol für die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und die damit einhergehende Frage nach Schuld und Opferrolle der deutschen Bevölkerung. In den städtebaulichen Entscheidungen der Nachkriegszeit und dem Wiederaufbau von Frauenkirche und Neumarkt nach 1990 zeigt sich, wie sich Stadtplanung und Geschichtsbewusstsein beeinflussen können. Architektur wird hier zu einem symbolischen Ort im Kampf um Erinnerung und Bedeutung. Durch Interviews mit Akteur/-innen aus den Bereichen Architektur und Stadtplanung sowie Politik und Religion geht der Film der Frage nach, inwiefern die städtebaulichen Rekonstruktionsarbeiten als Heilungsversuch den Opfermythos in der Stadt verstärkt haben. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Auferstehen der Architektur aus den Trümmern des Krieges und einer nationalkonservativen Bewegung, die diese Architektur als Kulisse nutzt?

Weitere Informationen

  • Regie: Hans Christian Post

  • Kamera: Uwe Bohrer, Hans Christian Post

  • Schnitt: Karoline Schulz

  • Produktion: 2020

  • Spieldauer: 01:03:00

  • hrsg. von: Post Behrens Produktion/Bundeszentrale für politische Bildung

 
©Post Behrens Produktion
(@ Meike Fischer)
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